Ein mobiles 13-Zoll-Notebook soll besonders mit einer hohen Zuverlässigkeit und soliden Eingabegeräten den Alltag erleichtern. Lenovo bietet nun für den günstigen Einstieg das E31-70 an. Soviel vorweg: Den meisten Anforderungen konnte der Laptop in unserem Test tatsächlich genügen.
Mit dem Lenovo E31-70 zielt der Hersteller auf den Einstiegsbereich in der Office- und Business-Welt. Um in diesem Anwendungsgebiet auf Niveau der Konkurrenz zu agieren, wird ein Intel Core i3 der Broadwell Generation verbaut. Für die sichere Authentifizierung im Geschäftsalltag dient ein Fingerprint-Sensor. Mit 4 GB Arbeitsspeicher und einer 500 GB großen SSHD-Festplatte befindet sich der aktuelle Kaufpreis bei rund 470 Euro. Mittlerweile auf einem vergleichbaren Preisniveau liegt das von uns im letzten Jahr getestete HP ProBook 430 G3, das mit stärkerer Intel Core i5-6200U und sonst ähnlichen Komponenten auftrumpft. 
Lenovo ummantelt das E31 mit einem matten Kunststoffgehäuse. Bis auf die Rückseite des Displays besitzen alle Elemente eine griffige Oberflächenstruktur. Die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen sehr soliden Eindruck. Alle Komponenten und Elemente sind sauber miteinander verbunden. Die Haptik des unter 2,2 cm dünnen Notebooks ist dank vieler abgerundeten Kanten sehr angenehm. Mit einem Gewicht von 1,6 kg ist das Testgerät ein guter Begleiter. Störend ist allerdings die leicht eindrückbare Tastatureinheit und der Displayrücken. Für Wartungsarbeiten sind auf der Unterseite leider keine Klappen angebracht.

Der Schnittstellenumfang entspricht dem üblichen Standard. Zwei USB-3.0-Verbindungen sollen hierbei genügen. Etwas unvorteilhaft: Beide USB-Ports finden an der rechten Seite ihren Platz.

Als Sicherheits-Feature wird neben dem Kensington Lock ein Fingerabdruck-Lesegerät verwendet. Der eingesetzte SD-Kartenlese-Slot liefert laut AS-SSD-Test mäßige Übertragungsraten von rund 30 MB/s. Während eine Übertragung von JPEG-Bildateien (jeweils 5 MB) erzielen wir allerdings nur sehr niedrige 10,3 MB/s. Hierfür verwenden wir unsere Referenzspeicherkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II.
Die eingesetzte Chiclet-Tastatur kann durch ihre ideale Tastengröße und genügend Grip bei Schreibvorgängen punkten. Durch eine leicht gewölbte und angeraute Oberfläche wird ein recht ordentliches Schreibgefühl erzeugt. Dennoch könnte das Schreibempfinden durchaus knackiger und der Hub länger sein. Leider existiert keine Beleuchtung, damit Office-Arbeiten selbst zur späten Stunde gut gelingen. Akku Asus A42-G55 .

Als Mausersatz wird unterhalb der Tastatur ein 10 x 5 cm Touchpad verbaut. Eingaben werden hierbei, bis auf die Ecken, sauber interpretiert. In unserem Testgerät könnte die Reaktionszeit des Touchpads noch einen Hauch schneller sein. Bei den eingesetzten Tasten macht der Hersteller alles richtig. Das Klickgeräusch ist dumpf und nicht störend. Weiterhin verfügen beide Tasten über einen gleichmäßigen und langen Hub.
Das in unserer Konfiguration vorliegende Testgerät verfügt über ein TN-Panel mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Dank dem 180° großen Öffnungswinkel findet sich stets eine angenehme Arbeitsposition, obwohl Lenovo kein besonders blickwinkelstabiles Panel verwendet. Das aus dem Hause Infovision stammende Display verfügt über eine eher magere Helligkeit von 204 cd/m² und einen ausgesprochen niedrigen Kontrast von 343:1. Ein besseres Display verbaut HP in seinem 430 G3 in dieser Preisklasse aber ebenfalls nicht. 
Besonders heftig wirkt sich die eingeschränkte Helligkeit im Outdoor-Einsatz aus. Aus diesem Grund sollten nur schattige Orte aufgesucht werden. Dank dem matten Display stellen umliegende Spiegelungen hingegen kein Problem dar.

Weder der sRGB- noch der AdobeRGB-Raum kann abgedeckt werden. Dies wäre bei diesem Preisniveau auch nicht üblich. Nur für den professionellen Bildbearbeitungsbereich sind diese Abdeckungen von Relevanz. Auch die DeltaE-Abweichungen der Farben und Graustufen sind mit Werten um 10 im Normalbereich des Displaytyps. Leider ist ein Blaustich auch mit freiem Auge wahrnehmbar. Dieser verschwindet bei einer Kalibrierung gänzlich (verlinktes Farbprofil oben). Bessere Ergebnisse kann das HP ProBook 430 G3 auch hier nicht aufweisen.
Als Leistungsträger kommt eine Intel Core i3-CPU zum Einsatz. Leistungsreserven für einige Multimedia-Anwendungen stehen ebenfalls bereit. Der 4 GB große Arbeitsspeicher arbeitet leider ausschließlich im Single-Channel. Alternativ sind Ausstattungen mit stärkerer i5-5200U-CPU, 8 GB RAM und 128 GB SSD im Angebot. Die modernere Konfiguration E31-80 kombiniert eine moderne Intel i5-6200U Skylake-CPU mit 4 bzw. 8 GB RAM und einer HDD bzw. SSD mit einer Kapazität von bis zu 256 GB. Die Preise liegen hier mit bis zu 700 Euro aber auch bereits deutlich über unserer Testkonfiguration. 
Mit einer Taktrate von 2 GHz rechnet ein Intel Core i3-5005U Prozessor in unserem Testkandiaten. Intel nennt auf der Produktseite eine maximale Leistungsaufnahme (TDP) von 15 W. Unser Testkandidat schneidet mit 209 Punkten im Multi-Core-Test erwartungsgemäß ab. Auf bessere Ergebnisse kommt der stärkere Intel Core i5-6200U-Prozessor des HP ProBooks 430 G3: Mit 286 Punkten erreicht es rund 41 % mehr.

Im Akku-Betrieb kann das Lenovo die gleiche Leistung wie unter einem Netzanschluss bringen.Während unserer Testphase verlief die Arbeit am Testgerät stets angenehm. Die eingebaute SSHD kann allerdings nicht mit den Reaktionszeiten einer SSD mithalten. Der PCMark 8 bestätigt unser Empfinden mit einer Punktzahl von fast 2.800. Rund 200 Punkte mehr erreicht das HP ProBook 430 G2 dank seiner potenteren CPU. Akku Asus X71Q .
Im Inneren arbeitet eine mit 5.400 RPM drehende SSHD mit 8 GB SSD-Cache. Die im 2,5-Zoll-Format verbaute Festplatte erreicht sequentielle Schreiberaten von 116 MB/s und Leseraten von 120 MB/s . Bis zu 20 MB/s geringere Ergebnisse liefert das HP ProBook 430 G3.
Als Grafikeinheit nutzt das Lenovo E31-70 eine interne Intel HD Graphics 5500. Aufgrund der Tatsache, dass nur ein Single-Channel-Arbeitsspeicher verbaut ist, bewegt sich die Leistung der Grafikkarte im Mittelfeld. Im 3DMark 11 werden rund 980 Punkte erzielt. Diverse Notebooks mit gleicher Grafikeinheit, aber stärkerer CPU und Dual-Channel-Arbeitsspeicher können Punktzahlen von bis zu 1.200 Punkten erreichen. Auch das HP ProBook 430 G3 kann dank stärkerer Recheneinheit 250 Punkte mehr erzielen.
Lenovos neues 13,3 Zoll großes Office Notebook macht einen großen Bogen um die Spielewelt. Wer aber dennoch gelegentlich in den Genuss kommen möchte, sollte sich eher bei den alten Spieleklassikern oder Casual-Games aus dem Windows-Store bedienen. Das im Jahr 2013 präsentierte Spiel Bioshock Infinite läuft bei minimalen Einstellungen mit nur knapp flüssigen 28 fps.
Das Lenovo E31-70 arbeitet stets leise. Erst unter Last macht es sich mit 38 dB(A) deutlich bemerkbar. Der Lüfter schaltet sich erst beim Starten von leistungsfordernden Programmen zu. Während des Idle-Betriebs gibt das Testgerät kaum einen Mucks von sich, und auch die eingesetzte drehende Magnetfestplatte können wir nur selten wahrnehmen. Insgesamt ist die Geräuschkulisse sehr zufriedenstellend, obwohl das Lüftergeräusch ruhig etwas dumpfer sein könnte. 
Auch bei der Temperaturentwicklung können wir fast nur positive Worte finden. Erst unter Last wärmt sich das 13,3-Zoll-Testgerät auf bis zu 41 °C. Der HP Kontrahent wird mit bis zu 44 °C etwas wärmer.

Zuletzt wollen wir jedoch noch einen Blick auf die Kerntemperaturen der CPU werfen. Für den Stresstest ziehen wir die Auslastungsprogramme Prime95 und FurMark hinzu. Schon zu Beginn fängt die CPU an zu throtteln und unterschreitet deutlich ihren Basistakt. Nach etwa einer Stunde liegt die durchschnittliche Taktfrequenz nur noch bei 1.550 MHz.

Nach Beendigung des Stresstest erzielt der 3DMark 11 allerdings die gleiche Puntkzahlen wie unter einem Kaltstart.
Die eingesetzen Lausprecher beeindrucken durch eine hohe Lautstärke und genügend Präsenz. Stimmen werden bei Gesprächen sauber wiedergegeben. Selbst für Film- und Serien-Abende eignet sich das Testgerät. Für einen satten Sound mit reichlich Bässen müssen wir uns dennoch externer Wiedergabegeräte bedienen.
Während des Idle-Vorgangs verlangt unser Lenovo gerade einmal zwischen 4,2 und 7,4 W. Erst unter Last können Spitzen von bis zu 37,1 W erreicht werden. In unserem Auslastungsszenario pendelt sich der maximale Verbrauch bei 29 W ein.
Der eingesetzte Akku besitzt eine Kapazität von 34,4 Wh. Mit seinen zwei Zellen wollen wir die Akkulaufzeit in einem praxisnahen Szenario ermitteln. Hierzu simulieren wir das Surfen im Internet bei einer Displayhelligkeit von 150 cd/m². Nach 4 h und 14 min schaltet das Lenovo E31-70 in den Ruhemodus. Stolze zwei Stunden mehr Ausdauer besitzt HPs ProBook 430 G3. 
Lenovo stellt mit unserem Testkandidaten ein 13,3-Zoll-Notebook der E31 Reihe vor. Das neue Notebook zielt auf die Einstiegsklasse der Business- und Office-Geräte ab. Dieses Ziel ist unserer Ansicht nach erreicht worden. Die Verarbeitung und das Gehäuse sind bis auf kleinere Schwächen gelungen. Ungünstig verlief allerdings die Verteilung der Schnittstellen-Positionierung der USB-Ports. Auch das blickwinkelschwache TN-Display-Panel zeigt Schwächen hinsichtlich Helligkeit, Kontrast und Farbdarstellung. In Anbetracht des Preises ist dies aber nicht verwunderlich.

Insgesamt bringt die neue Lenovo E31 Serie ein alltagstaugliches 13,3-Zoll-Notebook hervor, welches im unteren Preissegment durchwegs seine Berechtigung hat.

Der Blick auf die Systemleistung erfreut, solange wir uns mit dem Office-Betrieb beschäftigen. Für anspruchsvollere Software sind nur wenige Leistungsreserven vorhanden. Die im Betrieb erzeugte Abwärme und Lüfterlautstärke halten sich im Rahmen. Da unser Testkandidat für den mobilen Einsatz gedacht ist, spielt die Akkulaufzeit eine große Rolle. In unserem praxisnahen Surf-Szenario ermittelten wir nur eine eher durchschnittliche Laufzeit von rund 4 Stunden, welche die Konkurrenz überbieten könnte. Der Vergleich zum mittlerweile etwa gleich teuren HP ProBook 430 G3 ist dennoch empfehlenswert. Akku Asus A42-G75 .