Dells Latitude 7000er Serie steht für hohe Qualität im Businessbereich. Ob auch das jüngste 12,5-Zoll-Modell diesen Anspruch erfüllt und ob Dell die Konkurrenz ausstechen kann, das verrät unser ausführlicher Testbericht.
Subnotebooks. Einstmals, bevor es Ultrabooks gab und vor Tablet/Notebook-Hybriden und vor dem Netbook-Hype, waren Subnotebooks die Speerspitze der Mobilität im Notebook-Bereich. Das ist Vergangenheit. Dennoch gibt es sie immer noch, die traditionelle ThinkPad X-Serie, die 12,5-Zoll-Elitebooks oder eben auch die Modellserie, aus der das hier behandelte Testgerät stammt: die 12-Zoll-Latitudes. Für die, denen der Name nichts sagen sollte: Latitude ist Dells Reihe für hochwertige Business-Notebooks, die sowohl die erschwinglichen Latitude 3000er Modelle umfasst, die solide Latitude 5000er Serie, die der Mittelklasse zuzuordnen ist, sowie die teuersten Latitude Modelle der 7000er Serie. Früher gab es auch noch die Latitude 6000er Serie, diese wurde aber sowohl durch die 5000er als auch die 7000er Modelle abgelöst.

Bei dem Gerät, mit dem sich dieser Test hier beschäftigt, handelt es sich um ein Mitglied der Oberklasse der Business-Notebooks: Das Dell Latitude E7270, sozusagen Dells Flaggschiff im 12,5-Zoll-Business-Notebook-Bereich. Dieses Modell ist für Road-Warrior und generell Geschäftsleute gedacht, die ein kompaktes Gerät haben wollen und dabei nicht auf traditionelle Business Features wie einen Dockingport, mobiles Breitband oder Sicherheitsfeatures wie den Smartcard Reader oder ein Fingerabdrucklesegerät verzichten wollen. Dazu kommt ein robustes Gehäuse und ein großzügiges Garantiepaket. Für dieses Gesamtpaket verlangt Dell natürlich auch Preise, die durchaus den High-End Anspruch des Geräts untermauern: Mindestens 1.338 Euro muss man für ein Dell Latitude 7270 bezahlen, die Grundkonfiguration enthält einen Core i5-6300U, 4GB RAM, 128 GB SSD Speicher sowie das HD-Display (1.366 x 768). Die nächsthöhere Konfiguration des E7270 kostet 1.638 Euro, sie bietet 8 GB RAM, 256 GB und das Full HD-Display (1.920 x 1.080). Zusätzlich hat das teurere Modell auch LTE verbaut. CPU-technisch bleibt alles gleich, Dell scheint das E7270 in Deutschland im eigenen Shop und über Händler ausschließlich mit dem Core i5-6300U zu verkaufen, auch wenn das Herstellerdatenblatt von "Up to i7 processors" spricht. Vorsicht walten lassen muss man beim Akku, wenn man sich für das Latitude E7270 interessiert: Einige Händler-Konfigurationen enthalten nur den kleinen 37-Wh-Akku, während Dell das Gerät direkt nur mit 55-Wh-Akku verkauft. Unser Testgerät entspricht etwa der teureren Konfiguration, abweichend ist kein LTE-Modem verbaut.

Die Konkurrenz zum Latitude E7270 ist groß. Doch nicht nur die traditionellen großen Konkurrenten HP und Lenovo machen dem kleinen Schwarzen Konkurrenz, Dell selber hat auch einige Geräte im Angebot, die ein ähnliches Nutzerfeld ansprechen. Als Rivalen treten das Lenovo ThinkPad X260, das HP Elitebook 820 G3, das Dell Latitude 7370 sowie das Dell XPS 13 den Vergleich an. Die beiden letztgenannten Geräte haben zwar ein 13,3-Zoll-Display, aber dank des Infinity Edge Displays mit extrem schmalem Rahmen sind sie in den Abmessungen gleichauf beziehungsweise sogar minimal kleiner als der nominal "kleine" Bruder. 
Im Vergleich zum Vorgänger Latitude E7250 hat Dell am Gehäuse auf den ersten Blick kaum Änderungen vorgenommen. Wenn man genauer hinsieht, fällt aber doch auf, dass Dell an einigen Schrauben gedreht hat. Das grundsätzliche Designschema ist vollkommen identisch zum Vorgänger: Das Gehäuse ist quasi komplett in Schwarz gehalten. Nennenswerte farbliche Unterbrechungen stellen lediglich die großen, silbernen Scharniere dar, die zudem durch ein kleines Metallband auf der Rückseite des Deckels optisch verbunden sind, sowie die blauen FN-Funktionsbeschriftungen auf der Tastatur. Das Gehäuse hat abgerundete Ecken, die Base ist an den Seiten jedoch etwas weniger abgerundet als beim Vorgänger - so wirkt das ganze Gerät noch seriöser. Ebenfalls etwas anders ist die Form des Tastaturbezels, die klare Kante an der Tastatureinfassung ist weggefallen, das Bezel läuft flach auf die Tasten zu. Das wirkt optisch etwas ansprechender und eleganter unseres Erachtens.

Displaydeckel und Baseunit des E7270 sind aus Magnesium gefertigt. Davon merkt man auf den ersten Blick wenig, da Dell das Notebook rundherum mit einer feinen gummiartigen Oberfläche versehen hat, die sich angenehm anfühlt und beim Transport des Geräts auch ein wenig Grip bietet. Dafür sind die Oberflächen aber auch etwas empfindlich gegenüber Fettflecken und Fingerabdrücken. Schnöden Kunststoff finden wir hier kaum, lediglich das Displaybezel ist aus Plastik gefertigt. Dass das Notebook aus Magnesium gefertigt ist, merkt man bei den ersten Verwindungsversuchen. Die Base ist sehr stabil gegenüber Verwindungsversuchen und gibt auch bei stärkerem Druck auf die Handballenablage kaum nach. Lediglich oberhalb des Touchpads und zwischen den Scharnieren lässt sich der Palmrest ganz leicht eindrücken, und das auch erst bei stärkerem Druck. Das Display ist verständlicherweise etwas weniger unempfindlich bei Verwindungsversuchen, allerdings bewegt sich das E7270 hier auf einem guten Niveau. Druck auf die Rückseite des Displaycovers wirkt sich nicht auf das Panel aus. Erwähnenswert ist, dass das Displaycover nur bei den Non-Touch Varianten wie unserem Testgerät aus Magnesium gefertigt ist. Hat man ein E7270 mit Touchscreen, dann ist dieses aus mit Carbonfasern verstärktem Kunststoff gefertigt. Wie das vermutlich aussieht, kann man in unserem Testbericht des Vorgängers sehen.

Die schon angesprochenen Scharniere mit Metallabdeckung sehen nicht nur robust aus, sie sind es auch: Selbst in ruckeligen Umgebungen wackelt das Display kaum, die Scharniere haben es immer gut im Griff. Andererseits ist das ein zweischneidiges Schwert: Die Scharniere sind zwar relativ leichtgängig, der Deckel kann jedoch nur mit zwei Händen geöffnet werden. Clever dagegen ist die Anordnung der Status-LEDs beim E7270. Beim Vorgänger hatte Dell noch zwei identische Sets derselben Status LEDs (Standby, Akku, Festplatte) auf dem Displaydeckel sowie auf der Innenseite. Beim E7270 dagegen spart man sich die unnötige Doppelung einfach, indem die LEDs an der vorderen Gehäusekante angebracht sind. Dadurch sind sie sowohl im geschlossenen als auch im offenen Zustand sichtbar und das Design wirkt noch etwas aufgeräumter. 
Trotz der für heutige Verhältnisse relativ großen Displaybezel und des Metallgehäuses ist das E7270 dennoch ein sehr transportables und kompaktes Gerät. Es wiegt 1,38 Kilogramm, und mit einer Bauhöhe von 18,85 Millimetern ist es ein klein wenig dünner als der Vorgänger (19,4 mm).

Zusammenfassend kann man sagen, dass Dell sich hier keine Schwächen leistet. Die Verarbeitung ist einwandfrei, überstehende Kanten oder größere Spalten zwischen den Gehäuseteilen finden sich nicht. Erwähnenswert ist allerdings, dass das Gerät ab Werk nicht ganz plan auf dem Tisch stand beziehungsweise kippelte. Durch gezieltes Biegen der Base an den Ecken konnte dieser Fehler durch den Tester korrigiert werden. Da solche kleinen Mängel bei so dünnen Geräten mit Metallgehäuse durchaus häufiger vorkommen, gibt es keine Abwertung, unschön ist es aber dennoch.
Im Vergleich zum Vorgänger hat sich an der Anzahl der Anschlüsse wenig verändert, die Positionierung dagegen schon. Praktisch unverändert präsentiert sich die linke Seite des Gehäuses, neu ist hier nur der Kensington Lock Slot, der sich vorher auf der rechten Seite befand; dasselbe gilt für die vordere Kante, wo die schon erwähnten Status-LEDs neu hinzugekommen sind. Verändert hat sich dagegen die Positionierung der Ports auf der Rückseite und der rechten Seite. Der miniDisplayport ist auf die Rückseite verschoben worden, dafür findet sich auf der rechten Seite nun der Einschub für die SIM Karte, der vorher unter dem Akku saß. Die anderen Ports auf der Rückseite wurden fast alle etwas verschoben, was aber in der Nutzung kaum einen Unterschied macht.

Bezüglich der Positionierung der Ports hat sich Dell auf jeden Fall Lob verdient: Sowohl Rechtshänder als auch Linkshänder sollten mit der Positionierung der Ports keinerlei Probleme haben, wenn eine externe Maus angeschlossen wird. Die meisten Ports sitzen auf der Rückseite, das ist möglich, da Dell anders als HP oder Lenovo in ihren 12,5-Zoll-Modellen nicht sogenannte Drop-Down Scharniere nutzt, bei denen das Display im offenen Zustand hinter der Base ist. Stattdessen setzt Dell auf die traditionellere Bauweise, bei der die Scharniere auf der Base sitzen, und die Rückseite somit für Anschlüsse frei ist.

Die beiden USB-Anschlüsse auf der Rückseite sitzen etwas eng beieinander, große USB-Geräte kann man an beiden Slots gleichzeitig nebeneinander nicht anschließen. Da es auf der rechten Seite aber ebenfalls einen USB-Anschluss gibt, sollte das in der Praxis eher selten ein Problem darstellen. Akku Dell Vostro 3555 .

Das E7270 hat keinen USB Typ C oder Thunderbolt 3 Anschluss. Damit ist es in dieser Hinsicht nicht so zukunftssicher wie das XPS 13 oder das Latitude 7370, die Thunderbolt 3 bieten. Das Elitebook 820 G3 von HP bietet wenigstens USB Typ C ohne Thunderbolt, das ThinkPad X260 muss dagegen genau wie das E7270 ohne diese Art von Anschluss auskommen. Dell hat angekündigt ab dem nächsten Jahr komplett auf Thunderbolt Docks zu setzen, mit diesen kann das E7270 nicht zusammenarbeiten. Stattdessen bietet es einen traditionellen mechanischen Dockingport an der Unterseite.

Der SD-Kartenleser des Geräts liefert eine exzellente Leistung ab. Er gehört zu den schnellsten Kartenlesern am Markt, ein sehr ähnliches Modell verbaut Dell im XPS 13.
Hier gibt es die übliche Standardkost bei Business-Notebooks: Sowohl Ethernet als auch WLAN kommen von Intel, spezifischer handelt es sich um die Intel Dual-Band Wireless 8260-AC sowie I219-LM Gigabit Ethernet. WWAN oder WiGig hat das Testgerät nicht, das E7270 kann aber optional mit diesen Optionen erworben werden. Die integrierte WLAN Karte hat im Test keinerlei Auffälligkeiten gezeigt, auch über mehrere Räume Abstand zum Router war die Verbindung gut. Neben Bluetooth 4.1 hat das Latitude auch NFC (Near Field Communication), erkennbar an dem Symbol auf der Handballenauflage. Damit können z.B. Bilder sehr schnell und unkompliziert vom Smartphone auf den PC übertragen werden.

Die im E7270 integrierte 720p Webcam liefert ein typisches Ergebnis ab, zum Videochat reicht es, aber ansonsten ist die Kamera eher von minderwertiger Qualität. Die verbauten Stereo-Mikrophone dagegen liefern eine gute Leistung ab, sie nehmen Stimmen und Geräusche klar und kaum verzerrt auf.
Business-typisch bietet das E7270 viele Sicherheitsfeatures. Es hat einen integrierten Smartcard-Reader, einen Kensington Lock Slot, einen neuen, touch-basierten Fingerabdruckleser, sowie verschiedenste vom User aktivierbare BIOS-Passwörter und TPM 1.2. Der Fingerabdruckleser konnte leider nicht getestet werden, vermutlich liegt bei unserem Testgerät ein Treiberproblem vor.

Dell verzichtet auf großartige Beigaben zum Notebook. Das nennenswerteste ist eine Treiber- und Software-CD, sowie einige kurze Manuals und Sicherheitsinformationen. Natürlich mitgeliefert ist ein mit 65 W spezifiziertes Netzteil. Ansonsten kann man sich weitere Zubehörteile extra dazukaufen. Wichtig für viele Businessuser ist sicherlich Dells Dockinglösung, die E-Docks, die allerdings nicht mehr zeitgemäß sind. Dell bietet verschiedene Docks an, die mit dem E7270 zusammenarbeiten, diese findet man hier. Alternativ bietet Dell auch WiGig Dockingstationen für das E7270 an. Da das Testgerät aber kein WiGig verbaut hat, wäre das in diesem Fall nicht möglich.

Nervig: Das Netzteil hat eine Status-LED, die anzeigt, ob das Netzteil mit dem Strom verbunden ist oder nicht. An sich ist gegen eine solche LED nichts einzuwenden, jedoch ist die Art und Weise, wie Dell sie implementiert hat, ein wenig störend. Am Netzstecker ist nämlich eine rundherum laufende, weiße LED, die relativ hell leuchtet, sobald man den Schukostecker in die Steckdose steckt (auch wenn das Netzteil nicht mit dem Notebook verbunden ist). Für Firmen sollte das in der Regel keine Rolle spielen, benützt man das Notebook aber in einem Schlafzimmer, stört die helle, weiße LED beim Schlafen. Hier wäre eine dezentere Lösung angenehmer gewesen.

Das E7270 ist grundsätzlich sehr einfach zugänglich, auch für weniger versierte User. Für den Zugang zu allen Komponenten muss man die Bodenklappe abnehmen. Dazu muss man acht normale PH1 Kreuzschlitzschrauben lösen, die Schrauben bleiben dabei in ihren Halterungen, man muss sich also keine Sorgen um einen Verlust der Schrauben machen. Hat man die Schrauben gelockert, lässt sich das Cover leicht entfernen, lediglich im hinteren Bereich gibt es Haken, die sich jedoch sehr einfach lösen lassen.

Hat man diese "Hürde" überwunden, hat man auch schon alle relevanten Komponenten vor sich. Da ein RAM-Slot frei ist, kann man den Speicher sehr leicht auf 16 GB aufrüsten. Neben dem RAM lässt sich natürlich auch die M.2 SSD aufrüsten und austauschen, genau wie die WLAN-Karte. Der Akku ist anders als bei neueren Macbooks nicht verklebt, sondern nur verschraubt, also austauschbar. Der Akku war bei den beiden vorherigen E72xx Modellen tauschbar, ohne das Gerät aufzuschrauben. Schade, dass man in der Hinsicht im Design einen kleinen Rückschritt gemacht hat, auch wenn es der Gehäusestabilität sicher zuträglich ist.

Ein freier 2242 Slot ist vorhanden, genauso wie Antennen. Daher sollte sich WWAN bei diesem Modell wohl ohne Problem nachrüsten lassen. Zu guter Letzt ist die Lüfterreinigung beim E7270 sehr einfach.

Anders als beim Vorgänger ist der Austausch der Tastatur nicht mehr einfach möglich. Um die Tastatur zu erreichen, muss man alle Komponenten inklusive Mainboard entfernen. Das ist schade, ist die Tastatur doch ein Verschleißteil, sollte eine Taste kaputt werden, ist der Austausch durch den User sehr kompliziert. Auch das Wechseln des Tastaturlayouts (zum Beispiel für Nutzer, die US-Tastaturen bevorzugen) ist so nicht möglich.Akku Dell Latitude E6430 .

Ab Werk kommt das Latitude mit 3 Jahren Herstellergarantie, plus Dell Pro Support mit Vor-Ort-Service. Das ist die Standardgarantie bei den hochwertigen Latitude 7000er Modellen von Dell, und auf einem Level mit dem, was andere Hersteller in dem Segment an Garantie anbieten. Der Service kann auf Wunsch verlängert werden oder auch mit weiteren Upgrades, z.B. zusätzlichen Versicherungen, ausgestattet werden.
Dell verbaut im E7270 eine 6-reihige Tastatur. Die matten, leicht konisch gewölbten Tasten entsprechen dem Chiclet-Typ, den Dell seit der Broadwell Generation bei allen Latitude Notebooks nutzt. Die Tasten bieten einen guten, festen Anschlag, der Hub ist für ein Gerät dieser Größe ebenfalls gut, fällt aber verständlicherweise gegenüber größeren Workstations etwas ab. Dadurch, dass die Tasten direkt in der Handballenauflage eingelassen sind (ähnliche Bauweise wie bei Macbooks und anderen Ultrabooks), ist die Tastatur auch sehr stabil und flext selbst bei stärkerem Druck kaum. Wie schon im Abschnitt Wartung erwähnt, bedeutet diese Konstruktion aber eben auch, dass man die Tastatur nicht mehr einfach tauschen kann. Zusammengenommen mit dem knackigen Druckpunkt liefert Dell vom Tippgefühl her eine sehr gute Tastatur, die sich vor der Konkurrenz nicht verstecken muss.

Die Tastatur hat nicht ganz die Standardgröße, Dell verbaut eine Tastatur mit verringerter Breite. Dadurch sind einige Tasten wie Enter oder Backspace etwas kleiner als normal. Wenn man eine Tastatur mit normaler Größe gewohnt ist, muss man sich eventuell erst an die Tastatur gewöhnen, man vertippt sich öfters. Nach einer Weile kann man mit dem Eingabegerät aber sehr gut arbeiten. Was die vorhandenen Tasten angeht, muss man beachten, dass Dell die Tasten Pos1 und Ende nicht separat ausführt, diese sind nur über eine FN-Kombination in Verbindung mit den Pfeiltasten verfügbar. Das ist unschön für Nutzer, die diese Tasten häufiger nutzen.

Wie es sich für ein Premium-Gerät gehört, bietet die Tastatur eine zweistufige Tastaturbeleuchtung. Diese kann auf Wunsch auch im BIOS dauerhaft aktiviert werden, die LEDs sind weiß und bieten eine angenehme, nicht-blendende Beleuchtung.Das E7270 steht, was den Mausersatz angeht, ganz in der Tradition der 12-Zoll-Latitude-Serie: kein TrackPoint, nur ein TouchPad.

Das verbaute TrackPad ist ein traditionelles TouchPad mit dedizierten Tasten, ohne integrierte Tasten. Das ist lobenswert, da die integrierten Tasten nicht selten eine Quelle von Treiberproblemen sind und man am Ende ein weniger zuverlässiges Eingabegerät hat. Die Tasten bieten einen angenehmen Hub, einen guten, nicht zu weichen Druckpunkt und sind nicht zu laut. Ihre Oberfläche ist leicht gummiert. Das Gleiche kann man auch von der Oberfläche des TouchPads behaupten. Zwei-Finger-Scrollgesten funktionieren problemlos, Pinch-To-Zoom dagegen ist etwas ruckelig. Leider ist die Oberfläche nicht gleitfreudig genug, der Finger bleibt gerne mal ein wenig hängen in der Bedienung. Hier hätte Dell lieber auf eine etwas glattere Oberfläche beziehungsweise ein TouchPad aus Glas setzen sollen. Man kann mit dem TouchPad arbeiten, es gibt jedoch wesentlich bessere Pads auf dem Markt, auch in Windows Geräten.

Wie schon erwähnt, verbaut Dell hier traditionellerweise keinen TrackPoint. Diese Entscheidung ist und bleibt unverständlich, bietet der große Bruder E7470 doch einen solchen an, den Dell sicherlich auch im kleineren Gerät unterbekommen hätte. Dadurch sind sowohl das ThinkPad X260 als auch das Elitebook 820 G3 im Vorteil, beide bieten zusätzlich zum TouchPad einen TrackPoint und somit einen flexibleren Mausersatz. 
Das Notebook wird mit drei verschiedenen Display-Optionen angeboten: HD (1.366 x 768) non-Touch, FHD (1.920 x 1.080) non-Touch sowie FHD Touch, wobei die Glossy Touch Variante momentan nicht in Deutschland angeboten wird. Das Testgerät hat die FHD non-Touch Variante. Höhere Auflösungen als FHD sind interessanterweise generell im 12,5-Zoll-Bereich noch unüblich. Einzig das Razer Blade Stealth bietet 2K (2.560 x 1.440) und 4K (3.840 x 2.160), das ist in Deutschland bisher aber nicht erhältlich. HP und Lenovo bieten in ihren 12,5-Zoll-Geräten auch nur maximal FHD an, die 13,3-Zoll-Modelle XPS 13 und Latitude 7370 gibt es dagegen mit QHD+ (3.200 x 1.800).

Das FHD-Display stammt von LG und es ist ein IPS-Panel, von Dell mit 300 nits spezifiziert. Diesen Wert überschreitet das Display deutlich, mit einer maximalen Helligkeit von 353 cd/m² und einer durchschnittlichen Helligkeit von 334 cd/m². Mit einem Kontrast von 751:1 liegt das Panel in einem guten Bereich, sehr gute IPS-Displays erreichen aber Werte von über 1000:1. Der Kontrast ergibt sich aus dem mit 0,47 cd/m² ebenfalls mittelmäßigen Schwarzwert. Die Farben sind kräftig genug und Schwarz ist relativ dunkel, es könnte aber noch besser sein. Der größte Schwachpunkt des LG FHD Panels ist aber ganz eindeutig der Farbraum: 58 % sRGB und 37 % AdobeRGB sind sehr schwache Leistungen, wobei es damit auf einer Linie mit dem ebenfalls mit einem FHD-Display ausgestatteten ThinkPad X260 liegt, welches mit 65 % sRGB kaum besser ist. Durch den eingeschränkten Farbraum wirken die Farben trotz gutem Kontrast im Vergleich zu besseren Panels flau, und zur professionellen Bildbearbeitung ist das Display auf jeden Fall nicht geeignet. Wenigstens leistet sich das Panel bei der Ausleuchtung mit 91 % keine Schwäche, genauso wenig wie bei PWM (nicht vorhanden) und beim Screen-Bleeding (ebenfalls nicht vorhanden). Mit 176 ppi löst das Display relativ fein auf, auch wenn es natürlich nicht an die Schärfe eines 2K- oder 4K-Panels herankommt. Subjektiv liefert das Panel eine gute Bildqualität ab.
Schaut man sich die Werte der Farben und Graustufen an, kann man deutlich erkennen, dass das E7270 ab Werk unkalibriert ist. Insbesondere die Farbwerte im blauen Bereich weichen stark ab, sowie die Grauwerte, die einen starken Grünstich aufweisen. Mit Kalibrierung sieht das Ganze deutlich besser aus, zumindest bei den Grauwerten. Für Büroanwendungen ist das Panel im kalibrierten Zustand sehr gut zu gebrauchen, die Farbwerte werden zwar leicht besser, aber wie schon in Bezug auf den Farbraum erwähnt: Zum Arbeiten mit Farben ist das Panel ungeeignet.

Dank der Helligkeit von > 300 cd/m² und der matten Oberfläche ist das Latitude E7270 durchaus outdoortauglich, so lange man direkte Sonneneinstrahlung vermeidet. Im Schatten oder bei indirekter Sonneneinstrahlung ist der Inhalt des Panels gut erkennbar.
Wie es sich für ein IPS-Display gehört, hat das FHD-Panel sehr gute Blickwinkel. Lediglich die Helligkeit/der Kontrast lässt bei extremeren Blickwinkeln minimal nach, das ist in der Real-Life Nutzung aber irrelevant.

Der Anschluss externere Anzeigegeräte, im Test mit einem Fernseher, funktioniert problemlos per HDMI und miniDisplayPort. Über beide Anschlüsse gibt das E7270 ein gestochen scharfes Bild wieder.
Wie in der Einleitung erwähnt, hat das E7270 in Deutschland eine relativ eingeschränkte Modellvielfalt. Wie alle anderen Varianten ist auch das Testgerät mit dem Intel Core i6-6300U ausgerüstet. Vermutlich kann man als Unternehmenskunde das Gerät bei Dell auch mit einer i7 CPU wie dem Core i7-6600U kaufen, schließlich steht ja im Datenblatt etwas von i7-Prozessoren. Bei einem Subnotebook wie dem E7270 steht die Leistungsfähigkeit natürlich nicht an oberster Stelle, der i5 sollte für die meisten Benutzer ausreichen. Selbst der i7 ist schließlich eine ULV CPU der U Serie mit 15-W-TDP, riesige Sprünge sind nicht zu erwarten. Seit 2013 sind Business-Subnotebooks ohne Ausnahme mit stromsparenden CPUs ausgerüstet.

Klassischerweise hat ein Subnotebook natürlich keine dedizierte GPU, das ist auch hier der Fall. Die zum Prozessor zugehörige iGPU hört auf den Namen Intel HD Graphics 520.

Da das Latitude zwei Speicherslots bietet, kann der Speicher auf bis zu 32 GB DDR4 Speicher aufgerüstet werden, das Testgerät ist mit einem einzelnen 8-GB-Modul bestückt. Damit hat es an dieser Stelle genau wie das Elitebook 820 G3 einen Vorteil gegenüber dem ThinkPad X260, was, da es nur einen Speicherslot hat, auf 16 GB limitiert ist.

Der Core i5-6300U ist die drittschnellste CPU der 15 W U CPU Serie von Intel, hinter dem Core i7-6500U und dem Core i7-6600U. Die CPU ist wie alle Skylake Notebook CPUs festgelötet, ein Austausch ist ohne Tausch des gesamten Mainboards nicht möglich. Die CPU ist ein Zweikerner mit Hyperthreading, und da der i5-6300U vPro hat, ist die CPU auf den Business-Bereich ausgerichtet und ideal für stromsparende Business-Notebooks.

Wie die Benchmark-Ergebnisse zeigen, bietet das Gerät eine gute Leistung. Netterweise war im Vorgängermodell E7250 auch die Vorgänger-CPU, der Core i5-5300U verbaut, sodass man beide Geräte in dieser Hinsicht perfekt vergleichen kann. Wie erwartet kann sich das E7270 im Multi-Core Test mit etwa 15 % Abstand vom E7250 distanzieren, im Single-Core Test ist der Unterschied dagegen mit 6 - 8 % geringer. Der Unterschied zum Konkurrenzmodell von Lenovo mit i7-6500U beträgt ca. 4 %. Im Vergleich mit dem Elitebook 820, das mit der selben CPU ausgestattet ist, herrscht Gleichstand. Interessanterweise kann auch das Dell XPS 13 mit nominell stärkerer i7-6560U CPU hinter sich gelassen werden, zumindest im Multi-Core Test. Das Latitude 7370 mit Core M und Passivkühlung ist weit abgeschlagen.

Schaut man sich die Taktraten der CPU während dem Cinebench Test an, kann die CPU während dem Multi-Core Test eine Taktrate von 2,9 GHz dauerhaft halten. Im Single-Core Test erreicht die CPU 3 GHz, der maximale Torbo-Boost Takt wird also erreicht. Von Throttling in Benchmarks kann keine Rede sein, im Stresstest dagegen schon, mehr zu dem Thema im Abschnitt zur Temperatur. Im Akkubetrieb bleibt die Leistung gleich, eine Drosselung gibt es nicht.
Die System Performance ist gefühlt sehr gut. Das System erwacht sofort aus dem Standby, es gibt keinerlei spürbare Verzögerungen in der alltäglichen Nutzung.

Obwohl das E7270 nicht über eine PCIe SSD verfügt, ist es im PCMark 8 dem Elitebook 820 G3 ebenbürtig, das mit einer solchen ausgestattet war im Test. Die Ergebnisse des PCMark Test bestätigen somit die gefühlt sehr gute System Performance.
Wie gerade schon erwähnt: Dell verbaut hier keine PCIe SSD, sondern eine normale 256 GB SATA III SSD im M.2 Formfaktor. Diese stammt von LiteOn und hört auf den Modellnamen L8H-256V2G. Schade, dass Dell auf eine PCIe SSD verzichtet, auch wenn diese den schon nicht geringen Preis natürlich noch weiter in die Höhe getrieben hätte. Wir gehen aber davon aus, dass sich PCIe SSDs problemlos nachrüsten lassen sollten, da sie im Datenblatt als Option gelistet sind.
Die verbaute Intel HD Graphics 520 ist die Standardgrafiklösung in den meisten Business- und Office-Geräten am Markt. Es handelt sich um eine iGPU in GT2 Ausbau, was bedeutet, dass sie 24 Execution Units bietet. Diese takten auf maximal 1.050 MHz mit Boost. Als GT2 iGPU verfügt die HD 520 über keinen eigenen Speicher, sie teilt sich dagegen den Hauptspeicher mit der CPU.

Die Leistung der HD 520 im E7270 entspricht etwa den Vergleichsgeräten, die ebenfalls mit der HD 520 ausgestattet sind. Eine Reduzierung der Leistung im Akkubetrieb ist genau wie bei der CPU nicht festzustellen.
Auch wenn Intel in den letzten Jahren seine iGPUs stetig verbessert hat: Große Sprünge sind damit in Bezug auf Games immer noch nicht möglich. Natürlich ist das Latitude als Businessgerät auch nicht dafür ausgelegt - Geschäftsreisende sollen ja schließlich eher an die Arbeit als an Spiele denken. Allerdings gibt es sicherlich einige Nutzer, die gerne nach der Arbeit zur Entspannung etwas spielen. Akku Dell Vostro 3750 .

Und das ist mit dem E7270 auch möglich, so lange man sich auf ältere Titel in mittlerer Qualität beschränkt. Civilization Beyond Earth zum Beispiel ist auf mittleren Details in FHD Auflösung möglich. Neuere, anspruchsvollere Titel sind dagegen selbst auf der niedrigsten Stufe nur schlecht spielbar.