Im Netz herrscht teilweise immer noch Verwirrung über den beim neuen ROG-Ableger verbauten Paneltyp, viele Interessenten scheinen von IPS auszugehen. Es werden in der Serie aber tatsächlich nur TN-Displays angeboten. Ob das zum Problem für das ansonsten gelungene Multimedia-Notebook mit Gaming-Ambitionen wird, klärt unser Test.
Das neue Asus GL752VW entstammt zwar der auf Gamer ausgerichteten ROG-Serie von Asus, wird von uns aufgrund der Nvidia GeForce GTX 960M aber als Multimedia-Notebook eingestuft. Mit 17,3 Zoll Bildschirmdiagonale und einem Gewicht der getesteten Konfiguration T4168T von rund 3 kg eignet es sich am besten für den stationären Einsatz. Dank schnellem Quadcore und 8 GB DDR4-RAM besitzt das Testgerät genug Leistungsreserven, um auch anspruchvollste Software sowie ausuferndes Multitasking zu bewältigen. Die verbaute 256-GB-SSD verspricht in Kombination mit dem Antrieb ein flüssiges Bedienerlebnis. Massig Platz etwa für Medien bietet die zusätzliche, herkömmliche 2-TB-Festplatte. Bei Spielen dürfte stets die Grafikkarte den Flaschenhals bilden. Spieler werden sich zwar über die Full-HD-Auflösung freuen, weniger Begeisterung dürfte hingegen hervorrufen, dass man auf ein TN-Panel festgelegt ist.

Zu den Varianten des GL752VW: Laut Asus-Seite kann man sich statt des beim T4168T verbauten Intel Core i7-6700HQ (4 x 2,6 - 3,5 GHz, Hyperthreading, TDP 45 W) auch für den etwas langsameren i5-6300HQ entscheiden, der bei identischer TDP geringere Takte aufweist und ohne Hyperthreading auskommen muss, was sich bei Games aber kaum auswirken sollte. In Sachen Speicher- und Massenspeicherausbau sowie beim Typ des optischen Laufwerks besteht reichlich Auswahl zwischen verschiedenen Kombinationen. Die Grafikkarte hört bei allen Varianten auf den Namen GTX 960M, ist laut Asus teilweise aber nur mit 2 GB GDDR5 ausgestattet. Einige Varianten kommen ohne Betriebssystem, bei den anderen ist stets Windows 10 Home vorinstalliert. Bei einem großen Berliner Preisvergleich waren zum Testzeitpunkt nicht weniger als 13 Varianten in einer Preisspanne von rund 940 bis 1.550 Euro gelistet.

Als Vergleichsnotebooks für diesen Test haben wir einige 17-Zoll-Konkurrenten herausgesucht, die in ähnlichen Preis- und Leistungsregionen rangieren wie das Testgerät. Ein wichtiger Mitbewerber ist das beliebte und gut bewertete Acer Aspire V Nitro Black Edition VN7-792G-74Q4 für rund 1.200 Euro. Die weiteren Kandidaten sind das HP Envy 17-n107ng für 1.500 Euro, das MSI PE70-2QEi581, das im Juli letzten Jahres 1.300 Euro gekostet hat sowie das im Januar getestete Lenovo Ideapad Y700 17ISK für 1.150 US-Dollar.
Schaut man von vorne auf das geöffnete Asus GL752VW, gleicht es dem des kleineren, im August 2015 getesteten 15-Zöller Asus GL552JX wie ein Ei dem anderen. Um Wiederholungen zu vermeiden, beschränken wir uns an dieser Stelle auf Unterschiede und Verarbeitung. Während die Deckelrückseite des GL552JX zum größten Teil von einer dunkelgrauen, strukturierten Kunststoffoberfläche eingenommen wird, findet sich beim Testgerät durchgehend ein tendenziell hellgraues Brushed-Metal-Finish mit einem schwer zu definierenden Farbstich, das auch das mittige Inlay des älteren Asus ziert und offenbar aus Aluminium besteht. Die optisch abgesetzte Oberkante des Deckels ist hingegen neutralgrau. Unten findet man eine veränderte Wartungsklappe und wird damit konfrontiert, dass der Akku nicht wie beim älteren 17-Zöller von außen entnehmbar ist. Akku Dell PT6V8 .

An der Verarbeitung sind uns diesmal überhaupt keine Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Alle Kanten der Base bis auf den sauber eingepassten DVD-Tray schließen bündig ab, die Spaltmaße sind regelmäßig. Mit einigem Krafteinsatz lässt sich die insgesamt solide wirkende Base ein Stück weit verwinden, ohne durch Knistern oder Knirschen auf sich aufmerksam zu machen. Einhändiges Öffnen ist problemlos möglich. Der Deckel schwingt zwar nur leicht nach, nimmt man das Notebook aber auf den Schoß und wippt mit den Knien, öffnet er sich sukzessive bis zum Anschlag.
Neben dem üblichen Mindeststandard inklusive Gigabit-Ethernet-Port, bietet das GL752VW noch einen Mini DisplayPort sowie einen USB 3.1 Type-C-Anschluss, dafür aber keinen VGA-Ausgang. Dafür beherrschen zwei der drei herkömmlichen USB-Ports nur den Standard 2.0. Audio-Ein- und -Ausgang sind getrennt ausgeführt, sodass herkömmliche Headsets angeschlossen werden können. Leider hat Asus wie schon beim GL552JX alle Anschlüsse ergonomisch ungünstig an den vorderen Seiten untergebracht. Von der externen USB-3.0-Festplatte des Testers ließen sich große Dateien mit den erwarteten rund 100 MB/s auf die interne SSD kopieren.

Für die Messung der Kartenleser-Performance verwenden wir unsere Referenz-SD-Karte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II. Die maximale Übertragungsrate beträgt bis zu 86 MB/s beim Kopieren von großen Datenblöcken, während bei üblichen JPG-Bilddateien mit jeweils rund 5 MB etwa 65 MB/s erwartet werden können. Das kann sich absolut sehen lassen.
In Sachen Funk setzt Asus auf ein aktuelles Intel-Modul namens Dual Band Wireless-AC 8260, das neben den althergebrachten, nach wie vor weitverbreiteten Standards IEEE 802.11 g und n, auch den auf dem weniger überlaufenen 5-GHz-Band basierenden Standard ac beherrscht. Weitere Informationen zum Modul, das auch Bluetooth 4.1 mitbringt, sind direkt bei Intel zu finden. Im individuellen Testsetup des Autors erwiesen sich die Empfangseigenschaften als im besten Sinne unauffällig.

Neben den üblichen Einrichtungs- und Garantiehinweisen sowie dem obligatorischen Netzteil finden sich im Karton noch die üblichen ROG-Beigaben in Form eines Mikrofasertuches sowie eines Kabelbinders. Optisch auf die ROG-Serie abgestimmtes Zubehör findet man hier.

Zugang zu HDD, RAM-Bänken und M.2-SSD erhält man durch das Entfernen einer mit 2 Schrauben gesicherten Bodenplatte. Alle weiteren Komponenten wie der Lüfter sind nur durch eine Demontage erreichbar.
Die Bedienung der völlig glatten und angenehm großen Clickpad-Oberfläche ohne mechanisch abgesetzte Tasten gelang auch mit leicht feuchten Fingern stotterfrei. Wie die meisten Touchpads reagiert auch dieses an den äußeren Rändern nicht mehr auf Berührungen. Reaktionsverhalten und Präzision gaben keinen Anlass zur Klage, Drag & Drop durch doppeltes Antippen und Halten gelang stets auf Anhieb. Dank stramm, aber gelungen abgestimmtem Widerstand, knackigem Druckpunkt und deutlichem akustischen Feedback gaben sich auch die Clickpad-"Tasten" keine Blöße. Asus Smart Gesture (Bilder) ermöglicht die einfache Konfiguration von Gesten mit maximal drei Fingern. 
Offenbar setzt Asus auf die gleiche Chiclet-Tastatur wie beim schon erwähnten GL552JX, optisch und haptisch sind jedenfalls keine Unterschiede auszumachen. So bleibt der Hersteller leider trotz des bei diesem Modell nun wirklich reichlich vorhandenen Platzes bei einem verkleinerten und damit ergonomisch suboptimalen Nummernblock und hat den mit einer Status-LED versehenen On/Off-Button wieder als oberste rechte Taste in diesen integriert. Davon abgesehen entspricht das Layout im Wesentlichen den Erwartungen.

Insgesamt macht das Keyboard einen soliden und wertigen Eindruck, wozu auch die rote, gleichmäßige und wieder in drei Stufen dimm- oder natürlich auch abschaltbare Beleuchtung beiträgt. Geringfügig eindrücken kann man es nur mit unrealistischem Kraftaufwand. Die Zeichentasten scheinen eine minimale konkave Wölbung aufzuweisen, alle anderen Tasten sind flach und rutschhemmend beschichtet. Bei deaktivierter Beleuchtung heben sich die eigentlich einwandfreien, dunkelroten Beschriftungen nicht optimal vom schwarzen Hintergrund ab. Dank lichtdurchlässiger Ränder lassen sich die WASD-Keys besonders schnell identifizieren. Der Tastenhub ist nicht mit dem normaler Desktop-Keyboards vergleichbar, für den Geschmack des Testers aber ausreichend. Der hätte sich wie beim GL552JX auch hier einen etwas härteren Anschlag gewünscht, aber das ist Geschmackssache. Keine Probleme gab es mit dem gut abgestimmten Druckpunkt und der zurückhaltenden Geräuschentwicklung.
Aus Sicht eines Spielers ist die gewählte Full-HD-Auflösung nach wie vor fast alternativlos. Weniger sieht schlechter aus, mehr können mobile Grafikkarten nicht zuverlässig bedienen. Bei 17,3 Zoll ergibt sich eine nicht sehr üppige, aber ausreichende Pixeldichte von 157 ppi. Auf Nutzer mit guten Augen könnte die einwandfrei scharfe Darstellung aus der Nähe minimal pixelig wirken. Trotz des gehobenen Preises hat Asus sich für ein blickwinkelabhängiges, aber immerhin mattes TN-Panel entschieden, das auf eine im Klassenvergleich überdurchschnittliche, aber nicht herausragende Helligkeit von 289 cd/m² (Mitte) kommt.

82 % gemessene Ausleuchtung sind nicht preisverdächtig, subjektiv war bei einem völlig schwarzen Bild erkennbar, dass die Beleuchtung an den rechten und linken Rändern durchscheint, das aber gleichmäßig und nicht in Form von Screen Bleeding oder Lichthöfen. Störend macht sich dieses Phänomen bemerkbar, wenn etwa beim Abspielen von Filmen schwarze Bereiche angezeigt werden. Wirklich relevante Helligkeitsunterschiede weisen die Displays im Test nicht auf. Bis auf das MSI sind die anderen Notebooks rund 20 % heller, aber wer stellt seinen Bildschirm in geschlossenen Räumen schon auf 350 cd/m² ein? Da bräuchte man zum Ausgleich fast eine Sonnenbrille. Draußen kann sich der Vorsprung der Konkurrenten allerdings bezahlt machen.
Dank seines trotz guter Helligkeit sehr niedrigen und auch subjektiv nachvollziehbaren Schwarzwertes von 0,25 cd/m² präsentiert das GL752VW ein ausgezeichnetes Kontrastverhältnis von 1.156:1. Mithalten können hier das Acer und das Lenovo, die Schwarz auch sehr dunkel darstellen können und zudem heller sind als das Testgerät. Unser MSI und besonders das HP leiden unter zu hohen Schwarzwerten, die beim HP gar in einem sehr schwachen Kontrast von nur 305:1 münden.

Bei TN-Panels sind Farbabweichungen von DeltaE 12 oder mehr leider keine Seltenheit. Insofern sind die im Auslieferungszustand gemessenen Werte von DeltaE 6 bzw 8 (Graustufen) absolut gesehen zwar nicht gut, gehen für TN-Verhältnisse aber noch in Ordnung. Der zu beobachtende Türkisstich kann eventuell durch Installation des im Kasten verlinkten Farbprofils beseitigt werden. Out of the Box zeigen alle Konkurrenten im Test korrekte Farben und sind teilweise gar nicht weit von idealtypischen Werten von unter DeltaE 3 entfernt. Der Gammawert des Screens liegt mit 2,6 doch etwas zu weit vom Windows-Soll von 2,2 entfernt. Wie man schon den ähnlichen Ergebnissen der Konkurrenten ansieht, ist die ausgezeichnete Farbraumabdeckung eher typisch für ein modernes IPS-Panel. Wenn Kalibrierung und Profilierung Erfolg haben, bietet sich die 95-prozentige Abdeckung des kleinen Quasi-Standard-Farbraums sRGB durchaus für ernst zu nehmende Bildbearbeitung im Hobbybereich an.
Auf dem linken Foto sieht man, was trotz matter Oberfläche und ordentlicher Helligkeit noch zu erkennen ist, wenn man das Display direkt auf die Sonne richtet - nämlich so gut wie nichts. Blieben wir im Schatten eines Hauses (rechtes Bild), reichte die Maximalhelligkeit sogar in beliebiger Position für störungsfreies Arbeiten aus. Aber wer setzt sich schon mit einem 3 kg schweren 17-Zöller auf dem Schoß zum Arbeiten in einen sonnigen Park?
Für TN-Verhältnisse ist die Blickwinkelstabilität des Chi-Mei-Displays gut, kommt aber trotzdem nicht an die von IPS-Panels heran. Beim Blick von der Seite treten wirklich störende Helligkeits- und Kontrastbeeinträchtigungen erst bei Winkeln ab 45 ° auf. Erheblich geringer ist die Toleranz, wenn man von oben auf den Bildschirm sieht, hier tritt der TN-typische milchige Bildeindruck schon recht früh zutage. Besser sieht es wieder beim Blick von unten aus. TN-Panels geringerer Güte zeigen hier schon bei geringfügig verschobenen Winkeln oft deutliche Farbverfälschungen, was man vom Testgerät nicht sagen kann. Insgesamt räumt unser Asus GL752VW dem Nutzer einen akzeptablen Bewegungsspielraum vor dem Bildschirm ein.
Die erst im September letzten Jahres vorgestellte Quadcore-CPU Intel Core i7-6700HQ (4 x 2,6 - 3,5 GHz, Hyperthreading) ist eine gute Wahl, wenn richtig viel mobile Leistung gefragt ist und die Gehäusekonstruktion die bei einer TDP von immerhin 45 Watt entstehende Abwärme so wie unser 17-Zoll-Testgerät, auch abführen kann. Für kleinere Notebooks unter 15 Zoll eignet sich der Prozessor nur, wenn die TDP leistungsmindernd auf 35 Watt begrenzt wird. Wie immer bei den letzten Generationswechseln hat Intel die Performance der neuen Skylake-CPUs nur geringfügig erhöht, dafür aber wieder nennenswerte Fortschritte bei der Energieeffizienz gemacht, die im mobilen Bereich besonders wichtig ist. Akku Dell GK479 .

Ausgehend von einem Basistakt von 2,6 GHz können die Frequenzen per Turbo auf maximal 3,5 GHz gesteigert werden. Werden alle vier Kerne belastet, ist bei 3,1 GHz Schluss, bei zwei Threads liegt die Grenze bei 3,3 GHz. Die sich ergebende Performance liegt auf Augenhöhe mit dem älteren und geringfügig höher taktenden i7-4810MQ (4 x 2,6 - 3,6 GHz, Hyperthreading, TDP 47 W). Vergleichen wir die Cinebench-Ergebnisse mit denen der gleichen CPU in anderen Notebooks, erweist sich die Performance als absolut erwartungsgemäß. In unserer Cinebench-Multicore-Schleife konnten die spezifizierten Frequenzen von 3,1 GHz durchgehend gehalten werden, sodass man dem Asus GL752VW-T4168T unter diesen Bedingungen eine perfekte Turbo-Ausnutzung bescheinigen kann. Ohne Stromnetz brechen die Frequenzen hingegen immer wieder auf 800 MHz ein.
Wie nicht anders zu erwarten war, spielt das Asus GL752VW performancetechnisch weit vorne mit. Der Gesamtscore des PCMark 7 weist es als eines der schnellsten Multimedia-Notebooks aus, die wir in den letzten acht Monaten getestet haben. Der Spitzenreiter ist, mit 16 % Vorsprung auf das Testgerät, das MSI GP62-2QEi781FD (i7-5700HQ, GTX 950M). Im Feld der Vergleichsgeräte können sich das HP Envy sowie das Lenovo IdeaPad, die beide ebenfalls einen i7-6700HQ und eine GTX 960M beherbergen, um in der Praxis vernachlässigbare 6 bzw. 7 % vom Asus absetzen. Dass die zwei anderen Notebooks deutlich zurückfallen, liegt an deren herkömmlichen Festplatten. Da die Massenspeicherperformance beim PCMark 8 nicht so stark gewichtet wird wie beim älteren PCMark 7, liegen dessen Ergebnisse für die Notebooks im Test dichter beisammen und insgesamt etwa auf Augenhöhe.

Im täglichen Umgang hat das GL752VW dem Tester viel Freude gemacht. Von nervigen Wartezeiten etwa beim (erstmaligen) Öffnen von Programmen wird man weitestgehend verschont, und selbst 15 gleichzeitig geöffnete Chrome-Tabs vermochten die stets optimal flüssigen Bedienung nicht zu trüben. Auch der Systemstart geht rasant vonstatten.
Da die 256 GB fassende Micron-M.2-SSD über SATA 3 angebunden ist, kommt bei sequenzieller Übertragung die Limitierung der Schnittstelle zum Tragen, sodass nicht viel mehr als 500 MB/s bewegt werden können. Das dürfte sich in der Praxis aber allenfalls bei einigen großen Spielen bemerkbar machen. Für den Alltag ist die Transferleistung beim Einlesen kleiner Datenblöcke (4K Read) wichtiger, einige SSD-Modelle schaffen hier neuerdings Werte von bis zu 40 MB/s. Für eine gute Bewertung reichen rund 30 MB/s aus, die unser Asus nur knapp verfehlt. Geht es darum, kleine Datenblöcke mit mehreren Threads gleichzeitig einzulesen (4K-64 Read), ordnet sich die Micron-SSD im Mittelfeld ein. Die zusätzliche 2-TB-Festplatte schlägt sich sehr gut.
Mit der verbreiteten Performance-Grafikkarte Nvidia GeForce GTX 960M treffen wir einen alten Bekannten an, der ebenso wie der technisch identische Vorgänger GTX 860M in Dutzenden von uns getesteter Notebooks verbaut ist. Unser Asus beherbergt die Maxwell-Grafikkarte in der höchsten Ausbaustufe mit 4 GB über einen 128-Bit-Bus angebundenem GDDR5-Speicher, der effektiv mit 5.000 MHz taktet. Trotz durchaus hoher Leistung fällt der Rückstand zu den aktuellen mobilen Spitzenmodellen GTX 970M und GTX 980M deutlich aus, diese benötigen aber auch eine aufwändigere und potenziell lautere Kühlung und verbrauchen natürlich auch mehr Energie.

Der Chip ist unter Windows 10 zwar DirectX-12-kompatibel, beherrscht aber lediglich Feature Level 11_0. Neben erneut verbesserter Energieeffizienz punktet die Karte auch mit der Fähigkeit, 4K-Videos in Hardware dekodieren zu können. Dank DisplayPort können diese auch 0 Hz Bildfrequenz auf geeigneten externen Monitoren wiedergegeben werden, was über den HDMI-Port mangels Ausbaustufe 2.0 nur mit 30 Hz gelingt. Als Spieler begnügt man sich zumeist mit Full-HD, und mehr bewältigt die GTX 960M zumindest bei aktuellen, grafisch anspruchsvollen Titeln in hohen Einstellungen auch nicht flüssig.

Schaut man sich die Ergebnisse des bewährten 3DMark 11 im Vergleich zu anderen Notebooks an, die die gleiche GPU, teilweise aber nur die Hälfte an Grafikspeicher mitbringen, stellt sich leichte Ernüchterung ein. Die Karte im Testgerät gehört nämlich zu den langsameren Exemplaren. So hat das in dieser Hinsicht identisch ausgestattete Acer Aspire VN7-591G-727P einen 15 % höheren Score ausgeworfen, auf andere 960er-Karten beträgt der Rückstand aber zumeist maximal 6 %. Ganz ähnliche Ergebnisse lieferte auch der Fire-Strike-Benchmarks des neueren 3DMark (2013). Dazu passt, dass sich unsere mit einer GTX 960M ausgestatteten Vergleichsnotebooks kleine Vorsprünge von 2 bis 6 % herausarbeiten können. Abgestöpselt reduziert sich der Score des 3DMark 11 um rund 55 % auf 2.276 Punkte. Den Durchlauf im Akkubetrieb quittierte unser Testmuster übrigens reproduzierbar mit krassen Bildstörungen (Foto), die einen Neustart unvermeidlich machten. Was ist da los?
Unsere kleine Benchmarktabelle unten verrät im Prinzip schon alles Nötige: Viele aktuellen Games lassen sich zumindest in hohen Einstellungen und Full-HD-Auflösung flüssig spielen, besonders fordernde Titel wie beispielsweise das brandneue XCOM 2 werden nur in mittleren Einstellungen bewältigt. Ältere, aber optisch trotzdem immer noch ansprechende Titel wie Bioshock Infinite von 2013 lassen sich teilweise sogar voll ausreizen. Welche Spiele auf der GTX 960M laufen, kann man unserem Artikel zur Karte mit zahlreichen Benchmarks entnehmen.
Im Idle-Betrieb stehen die Lüfter still, aus nächster Nähe ist nur das Rauschen der Festplatte zu vernehmen. Nach dem Start von Prime95 dauerte es über 15 Sekunden, bis sich ein auch aus der üblichen Entfernung von knapp einem halben Meter zu vernehmendes, sanftes Rauschen bemerkbar machte, das sich nur noch leicht steigerte. So ein Verhalten spricht in der Regel für eine wirksame passive Kühlung. Lauter wurde es zunächst nicht, bis wir zusätzlich den GPU-Stresstest FurMark aktivierten. Sowohl Volumen als auch Lautstärke des nach wie vor gutmütigen Rauschens stiegen langsam weiter an und erreichten schließlich ein auch noch aus mehreren Metern hörbares Niveau, ohne unsere Nerven durch Nebengeräusche wie Pfeifen zu strapazieren. Diese Form von maximaler Dauerlast tritt auch in anspruchsvollen Spielen nicht auf. Durchgehend leiser ist keiner der Konkurrenten im Test unterwegs. 
Zwar erreicht die Oberflächentemperatur unter maximaler Dauerlast im Bereich des Touchpads 44 °C, beim Spielen liegt die Hand aber links daneben auf, wo wir nur angenehme 31 °C gemessen haben. Unten ist mit höchstens 45 °C zu rechnen. Die meisten Nutzer, die tatsächlich mit dem Notebook auf dem Schoß zocken wollen, dürften sich dadurch kaum gestört fühlen. Im Testfeld punktet das HP Envy 17 im Idle-Betrieb zwar mit ungewöhnlich kühlen 25 bis 26 °C, wird dafür aber unter Last mit bis zu 82 °C extrem heiß. Umgekehrt wird das MSI PE70 im Idle-Betrieb auffällig warm, gibt sich dafür aber unter Last keine Blöße. In der Teilwertung Temperatur kommt das Testgerät auf sehr gute 91 %.

Nicht so schön sieht es leider mit den CPU-Temperaturen von bis zu 92 °C aus, die wir durch den gleichzeitigen Einsatz von Prime95 und FurMark erzielt haben. HWiNFO64 (Bild) weist für einige Kerne thermales Throttling aus. Zunächst konnten die Kerne die spezifizierten 3,1 GHz noch eine Weile halten, schwankten dann aber nur noch zwischen 2,5 und 2,9 GHz. Somit wird die Basisfrequenz von 2,6 in der Tat teilweise leicht unterschritten. In der Praxis tritt auch bei anspruchsvollen Games keine so hohe und vor allem durchgehende Belastung auf, sodass mit einer guten Turbo-Ausnutzung zu rechnen ist, die durch die unauffälligen Cinebench-Werte bestätigt wird.
Unser GL752VW ist mit zwei nach oben abstrahlenden Speakern über der Tastatur sowie einem "Subwoofer" an der Unterseite ausgestattet, der freilich auch keine echten Bässe produzieren kann. In der werkseitigen Multimedia-Voreinstellung klingt Musik stark höhenlastig sowie gequetscht, was auf die erforderliche Kompression zurückzuführen sein dürfte. Immerhin kann man dem unnatürlichen und oft schrillen Klangbild eine gewisse Dynamik nicht absprechen, von Räumlichkeit kann aber auch bei dafür prädestinierten Titeln wie "May It Be" von Enya allenfalls ansatzweise die Rede sein. Bei Filmen und Games wirken sich die Schwächen des Soundsystems weniger stark aus, von genussvollem Hören möchten wir aber nicht sprechen.

Trotz ausreichendem Volumen fällt die Maximallautstärke nicht eben üppig aus, reicht für mittelgroße Räume aber noch aus. Auffällige Verzerrungen oder Lautstärkeschwankungen konnten wir nicht feststellen. In Verbindung mit einem guten Kopfhörer präsentiert sich ein ganz anderer Sound, der auch Nutzer mit gehobenen Ansprüchen zufriedenstellen sollte.
Sehr schön: Zumindest im ausgeschalteten Zustand saugt das Testgerät im Gegensatz zu den meisten anderen Notebooks keine von uns messbaren Strommengen aus der Leitung, im Standby sind es dann aber 0,5 Watt. Vergleicht man den Durst mit dem anderer Multimedia-Notebooks mit GTX 960M und vergleichbaren Prozessoren, liegt er in den beiden höchsten Laststufen etwa im Durchschnitt, im Idle-Betrieb hingegen zumeist deutlich darüber. Das 120-Watt-Netzteil ist der maximalen Stromaufnahme von 114 Watt gewachsen.
Für einen direkten Vergleich der Akkulaufzeiten bieten sich innerhalb des Testfeldes das Acer Aspire Nitro (53 Wh) sowie das MSI PE70 (41 Wh) an, da nur diese Geräte einigermaßen ähnliche Akkukapazitäten haben wie unser Asus GL752VW (48 Wh). Zumindest gegenüber dem Acer macht sich der erhöhte Stromverbrauch des Testgerätes im Idle durch nicht konkurrenzfähige Kondition bemerkbar. Der Verbrauch des MSI liegt ebenso wie dessen Laufzeiten deutlicher dichter am Testgerät. Nur gut zweieinhalb Stunden im praxisnahen WLAN-Test (Wie wir testen) sind absolut gesehen nicht üppig, aber das dürfte für einen Großteil der Interessenten aufgrund bevorzugter stationärer Nutzung nur am Rande interessant sein.
Das neue GL752VW ist Asus insgesamt gut gelungen. Wir hätten uns zwar über ein zumindest optionales IPS-Panel gefreut, aber immerhin gehört der verbaute TN-Bildschirm zu den besseren Vertretern seiner Gattung, was sich vor allem durch eine brauchbare Blickwinkelstabilität und die tolle Farbraumabdeckung bemerkbar macht. Etwas schade ist auch, dass das Soundsystem trotz Multimedia-Anspruch enttäuscht. In Sachen Wartungsfreundlichkeit sind gute, aber leider inkonsequent verfolgte Ansätze zu verzeichnen. Ein Fragezeichen hinterlassen die reproduzierbaren Abstürze im Akkubetrieb, die eventuell auch bei Spielen oder anderen grafisch fordernden Anwendungen auftreten könnten.

Wirklich disqualifizierende Mankos weist das angemessen teure Asus GL752VW nicht auf. Gehäuse, Eingabegeräte und vor allem nahezu alle technischen Aspekte bleiben ohne Fehl und Tadel. Akku Dell T1G6P .

Ein besonderes Lob gebührt noch der fast idealen Massenspeicher-Ausstattung mit einer schnellen 256-GB-SSD und einer riesigen 2-TB-HDD. Hier ist auch die größte Schwäche des insgesamt noch etwas besser bewerteten Acer Aspire Nitro zu suchen, das mit einer 1 TB fassenden Hybrid-Festplatte auskommen muss und sich daher nicht so flüssig bedienen lässt.