Mit dem neuen 2-in-1-Notebook XPS-12-9250 möchte Dell den Convertible-Bereich mit neuen Maßstäben vorantreiben. 4K-Display, 512-GB-SSD und Core-m7 sind nur ein paar technische Highlights, die das Dell zu bieten hat. Im Alltagsbetrieb erweist sich das XPS als echtes Multitalent, muss aber aufgrund der Akkulaufleistung deutlich Minuspunkte in Kauf nehmen. Was das Gesamtpaket dennoch leistet, erfahren Sie in unserem ausführlichen Testbericht.
Das Dell XPS-12-9250 richtet sich gleichermaßen an Privat- und Business-Anwender. Die Vielseitigkeit besticht durch das innovative Design des XPS-12. Der magnetische Docking-Anschluss ist frei von mechanischen Teilen. Für den mobilen Einsatz nehmen Sie den Tablet-PC heraus oder legen ihn wieder in die Halterung für produktives Arbeiten.

Dell hat hier eine gute Kombination aus Leistung und Mobilität in einem schlanken Gehäuse zusammengepackt. Alle Geräte der XPS-12-Serie werden von stromsparenden Intel-Core-m-Prozessoren der 6. Generation angetrieben. Das Einsteigergerät mit Intel Core m3-6Y30, 4 GB LPDDR3 RAM, 128-GB-SSD und einem Full-HD-Touchscreen gibt es für 1.249 Euro im Handel. Unser Testgerät mit Intel Core m7-6Y75 CPU, 8 GB LPDDR3 RAM, 512-GB-PCIe-SSD und dem 4K-Touch-Display geht derzeitig für schlappe 1.799 Euro über die Ladentheke. Ein stolzer Preis für ein Convertible. Der stromsparende Intel-Core-m-Prozessor kommt ganz ohne eine aktive Kühlung aus. Somit bleiben dem Endanwender störende Nebengeräusche erspart. Und dennoch bietet der Prozessor genügend Rechenpower für die meisten Office- und Multimedia-Anwendungen.

Im Convertible-Bereich gibt es fast wöchentlich neue Geräte auf dem Markt. Um aber im weiteren Testverlauf leistungstechnisch nicht zu weit auseinander zu driften, wählen wir nur Vergleichsgeräte, die auch mit stromsparenden Intel-Core-m-Prozessoren bestückt sind. Somit kommen die folgenden Geräte in Frage:
Bedingt durch die Vielseitigkeit der Anwendungsmöglichkeiten ist die verbaute Hardware nicht in der Base Unit zu finden, sondern wurde hinter dem Display verstaut. Das Gehäuse des Dell XPS 12 ist wie auch das Microsoft Surface Pro 4 aus einer Magnesiumlegierung gefertigt. Das Display hat eine Dicke von nur 8 Millimetern. Das Tastatur-Dock (480 Gramm) und der Bildschirm (790 Gramm) verschmelzen fast lautlos zu einer Einheit. Die magnetische Verbindung hält das Display an seiner Position. Ärgerlich ist allerdings, dass es keine Möglichkeit gibt, das Display in verschiedenen Positionen in Verbindung mit der Tastatur zu benutzen. Das Tablet wird lediglich in die vorgegebene Führungsschiene gesteckt, wo es dann auch in dieser Position fixiert ist. Mit dieser Einschränkung verspielt Dell wichtige Punkte im Ranking. Die Konstruktion macht trotzdem einen soliden Eindruck. Das Display lässt sich mit nur einer Hand aus dem Dock entfernen - was aber nicht immer von Vorteil sein muss.

Wie schon erwähnt, ist das Tablet aus einer Magnesiumlegierung gefertigt. Das gibt dem Gerät eine sehr gute Stabilität. Ein Verwinden des Displays, ohne Schaden anzurichten, ist fast unmöglich. Das schwarze Soft-Touch-Finish vermittelt dem Kunden, ein hochwertiges und gut verarbeitetes Gerät in Händen zu halten. Das Display des Tablets besteht aus gehärtetem Corning Gorilla Glas. Auf der Vorderseite befindet sich auch ein kleines Windows Logo, welches auch als Windows Taste genutzt werden kann. Das Tablet wirkt durch die kompakte Bauweise von nur 8 Millimetern elegant und durch das schwarze Design zudem auch sehr edel. Mittig auf der Rückseite, etwas vertieft, befindet sich ein schwarz glänzendes Dell Logo. Das Tastatur-Dock ist auch komplett in Schwarz gehalten und passt sich somit dem eleganten Design des Tablets an. Die Griffigkeit ist gut, und das Soft-Touch-Finish zieht Fingerabdrücke nicht unnötig an. Die Tastatur ist nicht ganz so stabil wie das Tablet, sie lässt sich mit etwas Kraftaufwand minimal verwinden. Eine gute Stabilität ist trotzdem gegeben, und es sollte dadurch im Alltagsgebrauch keine Einschränkungen geben.

Die kompakte Bauweise ermöglicht es dem Nutzer nicht, das Gerät aufzurüsten. Die Reinigung der Lüfter hingegen entfällt bei dem Dell XPS 12 9250 komplett. Bei der Verarbeitungsqualität lässt sich nichts Negatives feststellen. Zusammenfassend kann erwähnt werden, dass Dell beim Aussehen mit schlichter Eleganz Käufer finden möchte. Ersatzakku Dell Vostro 3550 .
Im Lieferumfang des Dells findet der Käufer natürlich das elegant gestaltete Tablet mit dem passenden Tastatur-Dock. Des Weiteren ist die Dell-Premier-Schutzhülle auch mit enthalten und schützt das Gerät vor Kratzern. Die Schutzhülle kann aber auch als Halterung/Standfuss für das Tablet genutzt werden. Die Anschlussvielfalt fällt bei dem Dell XPS 12 sehr übersichtlich aus: Alle Erweiterungssteckplätze befinden sich auf der linken Seite und beschränken sich auf einen Micro-SD-Kartenleser, zwei USB-3.1-Gen2-Anschlüsse und einen Anschluss für ein Headset. Die beiden USB-3.1-Gen2-Schnittstellen unterstützen auch den Thunderbolt-3-Standard. Über diese beiden Schnittstellen lässt sich das Gerät mit weiteren externen Anschlüssen erweitern. Ein Adapter, um den altbekannten USB-Anschluss zu nutzen, befindet sich im Lieferumfang. Eine separate Ladebuchse hat Dell dem XPS 12 nicht verpasst. Dafür muss einer der beiden USB-3.1 Schnittstellen genutzt werden. Weitere Adapter, wie zum Beispiel Ethernet, Display Port, HDMI oder VGA finden sich in der Zubehörliste wieder und müssen separat erworben werden.
Für die kabellose Kommunikation verpasst Dell dem XPS 12 ein Dual Wireless-AC 8260 Modul von Intel. Das verbaute Wlan-Modul unterstützt zudem auch den Bluetooth-4.1-Standard. Im Wlan-Betrieb kann das Kommunikationsmodul bei 2x 801.11ac eine Bruttodaten-Übertragungsrate von 867 Mbit/s erreichen. Im Testzeitraum gab es keine unerwünschten Verbindungsabbrüche. Bei einer Entfernung von ca. 15 Metern zum Router war das Surfen im Internet auch weiterhin ohne Probleme möglich. Eine kabelgebundene Netzwerkverbindung ist nur mit einem passenden Adapter realisierbar.

Um wichtige Daten verschlüsselt auf dem Datenträger abzulegen, bietet Dell mit einem Trusted Platform Modul 2.0 die Möglichkeit, die Bitlocker Laufwerksverschlüsselung zu aktivieren. Ein wichtiger Punkt, gerade im Business-Bereich, wenn sich empfindliche Firmendaten auf dem Gerät befinden. Ein Noble-Schloss-Port findet sich an der rechten Seite, um das Gerät gegen Diebstahl zu schützen.

Das im Lieferumfang befindliche Zubehör beschränkt sich auf das kleine 30-Watt-Netzteil und ein USB-C-zu-USB-A-3.0-Adapter. Optional bietet der Hersteller allerdings eine breite Zubehörpalette für das Dell XPS 12 9250 an, so zum Beispiel diverse Adapter für VGA, HDMI oder LAN über den USB-Bus. Die USB-3.0-Dockingstation D3100 bietet LAN, USB, 3 Videoports und Unterstützung für 4k, schlägt aber mit einem Preis ab 215 Euro ordentlich zu Buche. Für die Kreativität hat Dell auch einen Eingabestift im Sortiment. Preise beginnen hier ab 61 Euro. Eine Übersicht über das angebotene Zubehör ist als Link angefügt.
Die Wartung bei diesem Gerät ist für Laien quasi unmöglich. Ein Austausch der verbauten Komponenten lässt sich nicht ohne Probleme durchführen. Das lüfterlose Design verlangt aber auch nicht die Reinigung dieser Komponenten.

Beim Erwerb eines neuen Dell XPS 12 9250 erhält der Kunde einen 1 Jahr Abhol- und Reparatur-Service auf defekte Hardware-Komponenten. Gegen Aufpreis bekommen Kaufwillige eine Abholgarantie am nächsten Werktag mit telefonischem Premium-Support. Der Premium-Telefon-Support beinhaltet die Unterstützung bei Software-Problemen sowie Hilfestellungen beim Einrichten von Wlan-Druckern sowie kürzere telefonische Wartezeiten. Die Staffelung der Garantiedauer und die dazugehörigen Preise gliedern sich wie folgt:
Bei dem mitgelieferten Tastatur-Dock des XPS 12 9250 handelt es sich um eine Chiclet-Tastatur mit einer dezenten weißen Hintergrundbeleuchtung. Die Tasten haben eine Größe von 14 x 14 Millimetern, und der Tastenabstand liegt bei 3 Millimetern. Der Tastenhub beträgt 1,9 Millimeter und bietet einen deutlichen Druckpunkt. Der Tastendruck gibt dem Nutzer ein gutes Feedback. Die matten, nicht angerauten Tasten befinden sich allesamt auf einer Höhe. Die Tastengröße ist ausreichend, und einem flotten Schreiben steht nichts im Wege. Das Tastatur-Layout bietet eine gute Übersichtlichkeit und wirkt auch nicht zu überladen. Die dezente, weiße Hintergrundbeleuchtung ermöglicht auch das Arbeiten bei schlecht ausgeleuchteten Arbeitsumgebungen. Die Helligkeit lässt sich in zwei Stufen einstellen. Bei Nichtgebrauch kann sie aber auch komplett deaktiviert werden, um die Laufleistung im Akkubetrieb nicht unnötig zu verkürzen. Ein übermäßig lautes Tippgeräusch ist nicht festzustellen. Aufgrund des stabilen Tastatur-Docks ist auch die Stabilität recht gut. Es muss schon ordentlich Druck ausgeübt werden, um Bereiche der Tastatur eindrücken zu können. 
Das berührungsempfindliche Touchpad ohne abgesetzte Tasten ist fast mittig unterhalb der Tastatur verbaut. Mit einer Fläche von 100 x 55 Millimetern ist der Platz auf dem Tastatur-Dock optimal ausgenutzt worden. Die Oberfläche ist glatt und bietet eine gute Gleitfähigkeit bis hin zu den Rändern. Der Mauszeiger lässt sich präzise und schnell über den Desktop bewegen. Die Tasten im unteren Bereich des Touchpads geben dem User eine gute Rückmeldung. Ein leises, kurzes Knacken ist bei der Betätigung der Tasten zu hören. Auch der Druckpunkt der Tasten ist ausreichend, und ungewolltes Klicken ist eher selten der Fall.

Das Touch-Display hat eine Diagonale von 31,8 Zentimetern und bietet eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln. Bei der Bedienung des Displays während des Testzeitraumes gab es keine Probleme. Das 4K-Multi-Touch-Display ist reaktionsschnell, alle Eingaben wurden prompt umgesetzt. Die Displayoberfläche ist angenehm glatt und ermöglicht präzise Eingaben. Bei der Nutzung in dem Tastatur-Dock ist ein leichtes Wippen nach hinten möglich, was aber nicht störend ist. Einen möglichen Nachteil stellt der schmale linke und rechte Rand dar. Im Tablet-Betrieb ohne Dock kann es beim Festhalten zu unerwünschten Berührungen der Touch-Oberfläche kommen.
Dell selbst wirbt beim XPS 12 mit dem besten 4K-Display seiner Klasse. Aber immer der Reihe nach: Mit einer nativen Auflösung von 3840 x 2160 Pixel auf einer Diagonalen von 12,5 Zoll leitet sich eine Pixeldichte von 352 ppi ab. Die durchschnittliche Displayhelligkeit von 399 cd/m² kann sich durchaus sehen lassen und ermöglicht auch das Arbeiten bei heller Umgebung. Die Displayausleuchtung von 81 Prozent könnte allerdings etwas besser sein. Der gute Kontrastwert sorgt zudem auch für eine satte Darstellung auf dem 4K-Display. Allerdings zeigen sich bei einem komplett dunklen Bildschirm einige unschöne Lichthöfe. Im Alltagsbetrieb führt dies aber nicht zu einer Einschränkung. Bei einer Displayhelligkeit von 20 Prozent ist ein PWM-Flimmern messbar. Aber aufgrund der hohen Frequenz von 1.000 Hz sollte auch bei empfindlichen Personen zu keinen Problemen führen.
Bei der Farbgenauigkeit messen wir einen DeltaE-Wert von 4,35 (ColorChecker) und 2,67 (Greyscale). Diese Werte gehen in Ordnung. Bei den Vergleichsgeräten allerdings kann insgesamt nur das Display des Microsoft Surface Pro 4 mithalten. Gut bis sehr gut fällt allerdings die Abdeckung der Farbräume aus. Der AdobeRGB-Farbraum wird zu 86 % abgedeckt und der sRGB-Farbraum sogar zu 100 %.
Der Außengebrauch ist aufgrund der hohen Displayhelligkeit möglich. Einschränkungen müssen allerdings wegen der spiegelnden Displayoberfläche in Kauf genommen werden. Zudem sollte auch die direkte Sonneneinstrahlung gemieden werden. Die unten angefügten Bilder verdeutlichen diese Problematik.
Beim Thema Blickwinkelstabilität ist das Dell ganz gut aufgestellt: 170 Grad gibt der Hersteller an. Anhand der Bilder können Sie nachvollziehen, wie das Testbild aus den verschiedenen Positionen zu erkennen ist. Ein störender Grau-Schleier legt sich auch bei einem flachen Blickwinkel nicht über das Display.

Bei dem Dell XPS 12 9250 handelt es sich um ein Convertible Notebook im 12,5-Zoll-Format. Das Convertible bietet genügend Rechenleistung für den Office-Alltag. Das Surfen im Internet oder die Wiedergabe von Multimediainhalten meistert das Dell ohne Probleme. Unser Test-Sample, die Topvariante mit dem Intel Core m7-6y75 Prozessor und 8-GB-LPDDR3-RAM hat mehr als genug Leistungsreserven, um auch diverse Anwendungen parallel zu verarbeiten. Die üppige 512-GB-PCIe-SSD-Festplatte bietet zudem auch reichlich Platz und trägt zu einer flüssigen Arbeitsgeschwindigkeit bei. Das Testgerät ist bei Dell zu einem Kaufpreis von 1.799 Euro gelistet. Das Einstiegsgerät gibt es für 1.249 Euro. In dieser Preisklasse gibt es durchaus auch leistungsstärkere Geräte, wie zum Beispiel das Microsoft Surface Pro 4, mit schnelleren Core-i-Prozessoren. Allerdings muss dann auf einen lautlosen Betrieb verzichtet werden. Ersatzakku Dell Vostro 3555 .

Der Gesamteindruck des Testgerätes ist positiv. Wer sich allerdings in dieser Leistungsklasse für einen Core-m7-Prozessor entscheidet, sollte trotzdem kein Geschwindigkeitswunder erwarten. Zügiges und flottes Arbeiten in Verbindung mit dem lautlosen Betrieb sorgen hier dennoch für Pluspunkte.
Bei der Prozessorwahl setzt Dell auf die Intel-Core-m-Serie. Die Basis des Prozessors ist die Skylake Architektur. Unser Testgerät beherbergt das Topmodell dieser Serie, den Intel Core m7-6Y75. Auf Grund der konfigurierbaren TDP hat der Hersteller die Möglichkeit, die Bandbreite für den Turbo-Boost zu begrenzen. Dell beschneidet hier die maximale Taktfrequenz. Theoretisch wären 2,9 GHz möglich, bei Auslastung beider Kerne. Beim Cinebench R15 Benchmark zeigt sich beim Single-Core-Test ein maximaler Takt von 2,6 GHz, der aber nicht dauerhaft gehalten werden kann. Takteinbrüche bis auf 2 GHz drosseln die CPU zwischenzeitlich. Der CPU Multi 64 Bit Test wird mit einem CPU-Takt von 1,8-1,9 GHz durchlaufen. Das Microsoft Surface Pro 4 mit dem Intel Core m3-6Y30 kann sich hierbei allerdings vor dem Dell XPS 12 9250 platzieren. Beim CPU Single 64 Bit Test hingegen Zeigt sich eine deutlich bessere Leistungsentfaltung. Bei der Nutzung aller Kerne schafft es das Asus Zenbook UX305CA-FB055T, ausgestattet mit dem gleichen SoC wie unser Testgerät, ca. 9 Prozent mehr Leistung aus dem kleinen Chip heraus zu holen. Der Prozessor wäre trotzdem mehr zu leisten im Stande, aber durch das lüfterlose und kompakte Design wird diese Leistungsentfaltung seitens der Hersteller beschränkt, um eine stabile Nutzung auch unter Volllast zu gewährleisten. Derzeitig ist auf dem Markt kein Convertible zu haben, was die echte Performance des Intel Core m7 umsetzen kann.
Die Einschränkung der Turbo-Boost-Funktion zeigt sich auch bei den Ergebnissen der PCMark Benchmarks. Das Dell XPS 12 9250 muss sich in fast allen Disziplinen geschlagen geben. Das HP Spectre x2 12-a003ng K3D42EA mit dem gleichen Prozessor erreicht teilweise 20-30 Prozent mehr Punkte beim PCMark 8. Diese Ergebnisse decken sich auch mit den subjektiven Eindrücken während des Testzeitraumes. Bei Installationen oder anspruchsvollen Anwendungen wünscht man sich doch etwas mehr Performance. Auch der Aufbau komplexer Webseiten würde von mehr Leistung profitieren. Das bedeutet allerdings nicht, dass das System träge arbeitet. Im Normalbetrieb ist von der Leistungsbeschneidung nicht viel zu merken.
Dell bietet sein XPS 12 in der Topvariante mit einer 512-GB-SSD von Samsung an. Es handelt sich, um genauer zu sein, um das Modell MZVLV512HCJH aus der PM951-Serie im M.2-Format. Laut Samsung schafft diese SSD eine sequenzielle Leserate von bis zu 1.050 MB/s und eine sequenzielle Schreibrate von bis zu 560 MB/s. Im AS SSD Test zeigt sich allerdings, dass die Schreibraten mit nur 150 MB/s deutlich niedriger ausfallen. Bei der Leserate erreicht die SSD im Testgerät satte 1.184 MB/s. Damit liegt sie sogar über der Werksangabe von Samsung.
Die Intel HD Graphics 515 Grafikeinheit unterstützt DirectX 12 und taktet maximal mit 1.000 MHz. Die Leistung der verschiedenen HD-Graphics-515-Modelle kann zudem sehr unterschiedlich auf Grund der TDP-Beschränkung ausfallen. Diese Einschränkung im Bereich der maximalen TDP zeigen sich auch bei der integrierten Grafikeinheit unseres Testgerätes. Die HD Graphics 515 kann sich von dem HD Graphics 5300 zwar um 30 Prozent beim 3DMark 11 absetzen, aber das Microsoft Surface Pro 4 legt nochmal 20 Prozent zu und verdeutlicht, was noch möglich ist. Der Arbeitsspeicher des Dell XPS 12 9250 arbeitet im Dual-Channel-Modus, wovon auch die integrierte Grafiklösung profitiert. Ein Videodecoder kann nun auch H.265-/HEVC-Videos decodieren und entlastet dadurch die CPU. Trotzdem taugt die Low-End-GPU weder für aktuelle Spiele noch für aufwendige Hardware-Unterstützung. Spieletitel vor 2010 oder browserbasierte Spiele können wiedergegeben werden. Wenngleich doch des Öfteren mehr GPU-Leistung gefordert ist, sollte auf ein Gerät mit dedizierter Grafikkarte zurückgegriffen werden.
Das Dell XPS 12 9250 ist keinesfalls für Gamer konzipiert. Das Convertible ist lediglich in der Lage, ein paar älteren Spiele flüssig auf den Bildschirm zu bringen. Allerdings auch nur bei geringen Auflösungen und niedrigen Qualitätseinstellungen. Der 3DMark Benchmark verdeutlicht zudem auch nochmals, dass der Prozessor des Dell XPS 12 nicht die komplette Leistung entfaltet. Im Vergleich zu dem Microsoft Surface Pro 4 muss sich unser Testkandidat immer dahinter einreihen. Auch beim Spieletitel BioShock Infinite erreicht das Surface deutlich höhere Frame-Raten. Für diverse Spiele von vor 2010 reicht die Leistung der HD Graphics 515 aus, um sich zwischendurch mal die Zeit zu vertreiben. Außerdem gibt es auch eine Vielzahl an Browser Games, die das Dell ohne große Einschränkungen wiedergeben kann. Sollte doch mehr Grafikleistung benötigt werden, bietet das Microsoft Surface Book eine echte Alternative.
Da das Dell komplett ohne Lüfter auskommt und mit einer SSD als Datenablage bestückt ist, gibt es keine nervige Geräuschkulisse. Im Idle sind rückseitig leise elektronische Geräusche zu hören. Allerdings muss man dafür das Ohr schon fast direkt an das Gerät halten. Unter Last und beim Kopieren von Daten auf der SSD nehmen diese Nebengeräusche leicht zu. Bei normalen Abstand zum Gerät sind diese dann aber nicht mehr hörbar. Somit können wir sagen, dass das Gerät lautlos seinen Dienst verrichtet. Ersatzakku Dell Vostro 3360 .

Bei unserem Stresstest (Prime95 und Furmark laufen für mindestens eine Stunde) verrichtet das Testgerät im Netz- und Akkubetrieb auf die gleiche Weise. Zu Beginn des Tests taktet der Prozessor mit 1,4-1,8 GHz und wird dann allmählich reduziert, bis er sich dann bei 900-1.000 MHz einpendelt. Der GPU-Takt variiert zwischen 550-650 MHz. Die maximale CPU-Temperatur beträgt unter Last 76 Grad Celsius. Beim Gehäuse messen wir punktuell eine maximale Temperatur von rund 44 Grad. Diese Werte sind allerdings nicht der Normalzustand und sollten im Alltagsbetrieb nicht erreicht werden. Im idle wird nur an drei Punkten die 30-Grad-Marke überschritten.
Die Lautsprecher befinden sich an der oberen Vorderseite des Tablets, jeweils links und rechts. Von den beiden Stereo-Lautsprechern sollte allerdings nicht zu viel erwartet werden. Die maximale Lautstärke geht für das Convertible allerdings in Ordnung. Der Klang und die Akustik sind höhen- und mittenlastig. Die tiefen Töne werden fast gänzlich verschwiegen. Mit der Maxx Audio Pro Software kann aus vordefinierten Audioprofilen gewählt werden, um sich das Klangbild nach seinen Bedürfnissen anzupassen. Die beiden Mikrofone befinden sich links und rechts oberhalb der Webcam.
Das Dell zeigt beim Stromverbrauch keine rekordverdächtigen Werte. Mindestens 5,4 Watt im Idle sind zwar gut, aber die Konkurrenz kann das teilweise deutlich besser. Mit einer maximalen Energieaufnahme von 24,4 Watt liegt unser Test-Sample im oberen Drittel bei den Core-M-Gräten. Damit ist auch das Netzteil, welches eine maximale Leistung von 30 Watt bereitstellen kann, ausreichend dimensioniert.
Der fest verbaute 28,5-Wh-Akku ist nicht gerade eine großzügige Ausstattung. Die ermittelten Akkulaufzeiten fallen daher eher mager aus. Im Wlan-Test macht der Akku nach 4:03 h schlapp. Bei diesem praxisnahen Test werden Webseiten im 40-Sekunden-Takt aufgerufen, das Energieprofil "Ausbalanciert" ist aktiv, und die Displayhelligkeit wird auf ungefähr 150 cd/m² geregelt. Das entspricht bei diesem Gerät einer Verringerung der Displayhelligkeit von 7 Stufen. Bei maximaler Belastung ist schon nach 1:32 h Schluss, und das Gerät muss wieder an das Stromnetz. Die maximale Betriebsdauer bei minimaler Displayhelligkeit und deaktivierten Kommunikationsmodulen beträgt 6:10 h. Den Punkt verspielt Dell aufgrund der knappen Kapazität.
Das Dell XPS 12 9250 ist ein schlankes Convertible im 12,5-Zoll-Format. Der verbaute Intel Core-m7 6Y75 Prozessor hat genügend Leistung für alltägliche Aufgaben, und seine geringe TDP ermöglicht den Einsatz einer passiven Kühlung. Die SSD überzeugt mit einer hohen Leserate und sorgt für ein flott abreitendes System. Der hochauflösende 12,5-Zoll-Bildschirm mit 3840 x 2160 Pixeln überzeugt mit einem hohen Kontrast einer guten Farbraumabdeckung und einer hohen Blickwinkelstabilität. Auch als Eingabemedium reagiert er schnell und setzt die Befehle prompt um. Das Tastatur-Dock schmiegt sich optisch gut an das Tablet an und erfreut den Anwender mit einer leisen Tastatur und einem präzise arbeitenden Touchpad.

Auf den ersten Blick ein schickes Convertible, was bei genauerer Betrachtung der Spezifikation noch interessanter wird. Bleibt nur die Frage, ob es Dell bei der Preisgestaltung nicht übertrieben hat?

Grund zur Kritik gibt es trotz alledem: Der Neigungswinkel kann nicht an die Sitzposition angepasst werden, was keine ergonomische Arbeitsposition am Schreibtisch zulässt. Das Testgerät ist zwar mit dem stärksten Prozessor der Intel-Core-m-Serie ausgestattet, aber die Leistung kann nicht komplett abgerufen werden. So ist beispielsweise das Microsoft Surface Pro 4 mit einem Core m3 teilweise deutlich schneller. Auch bei der Akkuleistung hätten wir uns mehr Ausdauer gewünscht. Für ein Tablet, welches auch für den Business-Bereich geworben wird, sollte die Akkuleistung schon etwas besser sein.

Kaufempfehlung hin oder her – wer mit dem Gedanken spielt, sich solch ein Gerät zu kaufen, weiß nun, welche Defizite auf ihn warten, oder womit das Gerät überzeugen kann. Dell verlangt für das Gerät mit der Testausstattung satte 1.799 Euro. Das ist wahrlich kein Schnäppchen, aber eines der wenigen Geräte mit einem 4K-Display im 12,5-Zoll-Format - wenn das die treibende Kraft sein sollte. Eventuell kommt auch eine Ausstattung mit einer schwächeren CPU in Betracht, denn die volle Leistung des verbauten Core-m7-Prozessors kann ohnehin nicht abgerufen werden. Ersatzakku Dell Vostro 3560 .