Viele Businesskunden mit dem nötigen Kleingeld schwören seit unzähligen Notebookgenerationen auf die teure, aber auch hochklassige T-Serie von Lenovo. Beim neuesten 14-Zoll-Ableger hat der Hersteller Bewährtes bewahrt: Eingabegeräte und Gehäuse gleichen denen des Vorgängers. Werden auch Bildschirm und technische Aspekte dem hohen Anspruch wieder gerecht?
Gut ein Jahr ist es jetzt her, dass Lenovo mit dem T450 den noch Broadwell-basierten Vorgänger zum aktuellen ThinkPad T460 auf den Markt gebracht hat. Äußerlich hat sich wenig getan, und auch die sonstigen Spezifikationen ähneln sich bis auf den Bildschirm und die CPU sehr. Beim neuen T460 handelt es sich um ein hochmobiles Business-Notebook für gehobene Ansprüche, das klassengerecht mit für den anvisierten Einsatzzweck locker ausreichender Performance, fast schon legendären Eingabegeräten, leisem Betrieb und sehr langen Akkulaufzeiten punktet. Wer es flacher mag, findet bei den ThinkPad TXXXs-Ultrabooks wie dem direkten Pendant T460s vielleicht, was er sucht. Soll es deutlich günstiger sein, bieten sich die etwas weniger hochwertigen ThinkPads aus den Serien E und L an, die viele positive Eigenschaften von der T-Serie geerbt haben.

Als Vergleichsnotebooks für diesen Test haben wir Geräte ausgesucht, die von Format, Einsatzzweck, Performance und Preis her mit dem Testgerät vergleichbar sind und außerdem zurzeit die wichtigsten Konkurrenten des T460 darstellen:
Für die Leistungsmessungen haben wir zur besseren Orientierung noch das Lenovo ThinkPad T460s-20FA003GGE mit i7-6600U und WQHD-Bildschirm hinzugezogen.

Wie bei der Serie üblich, kann auch das T460 umfangreich konfiguriert werden. Welche Teile dabei zur Auswahl stehen, verrät das Bild unter diesem Absatz. Unser Testmuster mit der Bezeichnung 20FN003LGE kommt mit der sparsamen ULV-CPU Intel Core i5-6200U mit 2 Kernen und Hyperthreading, in den Prozessor integrierter Intel HD 520 Grafik, 8 GB RAM, einer 256-GB-SSD, diversen Sicherheitsfunktionen sowie einem nicht berührungsempfindlichen IPS-Display. Mobilfunk (optional) fehlt. Der eingebaute Akku wird wieder durch einen zusätzlichen, entnehmbaren Stromspeicher ergänzt. Die Kapazität beträgt jeweils rund 23 Wh.
Auch auf den zweiten Blick ähnelt das Gehäuse des T460 dem seiner Vorgänger T450 und T440 bis auf die geänderten Anschlüsse wie ein Ei dem anderen und bringt auch dieselben Maße und dasselbe Gewicht mit. Mit einer Bauhöhe von 21 mm fällt es rund 2 mm höher aus die Konkurrenten im Test. Ebenso wie das Dell E7470 bringt es etwas mehr als 1,7 kg auf die Waage und ist für einen 14-Zöller gerade im Gegensatz zum teureren T460s mit seinen nur 1,37 kg nicht besonders leicht.

Schon auf den ersten Blick ist das T460 nicht zu letzt wegen der auffälligen TrackPoint-Tasten als ThinkPad zu erkennen. Das Design würden wir als kantig-schlicht und eher maskulin bezeichnen. Einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen die nur mäßig für Fingerabdrücke empfänglichen, nicht ganz einfach zu reinigenden, dafür aber optimal griffigen, samtweichen Oberflächen, die das ganze Gerät bis auf den mattschwarzen Bildschirmrahmen zieren. Als Material kommt wieder der bekannte Glasfaser-Karbon-Mix zum Einsatz.

Mit relativ wenig Kraftaufwand ließ sich das Gehäuse ein Stück weit verwinden und gab dabei auf der instabil wirkenden linken Seite ungesunde Knack- und Knarzlaute von sich. Rechts über den Ports war ein auffälliges Spaltmaß zu beobachten, das wir durch intensives Drücken schließen konnten. Danach waren alle Spaltmaße gleichmäßig und eng. Lenovo hat beim Zusammenbau des Testsamples gepatzt, was in Hinblick auf den hohen Preis absolut nicht in Ordnung geht und sich in der Bewertung niederschlägt. Die etwas zu stramm eingestellten Scharniere verhindern zwar längeres Nachschwingen bei ruckartigen Bewegungen, nur leider lässt sich das Notebook so auch nicht mit einer Hand öffnen.
Auf einen VGA-Port, der selten noch für den Anschluss altertümlicher Beamer gebraucht wird, muss man beim ThinkPad T460 erstmals verzichten. Ansonsten ist alles an Bord, was Businessuser normalerweise voraussetzen. Neben 3 x USB 3,0, HDMI (1.4) und dem Mini DisplayPort dürften vor allem der Dockingport und der SmartCard-Reader bei der anvisierten Zielgruppe auf Interesse stoßen. Thundebolt und USB 3.1 (Type-C) fehlen. Dafür findet sich im Gerätemanager ein UoIP HUB für Wireless USB.

Damit bei der Benutzung einer externen Maus keine eingesteckten Sticks und Kabel stören, sind Anschlüsse am besten an den hinteren Seiten aufgehoben. Daran hält Lenovo sich nicht ganz, aber der für die meisten Nutzer (Rechtshänder) besonders wichtige vordere rechte Bereich wurde weitgehend freigehalten. Im Zusammenspiel mit der externen USB-3.0-Festplatte des Testers werden von den meisten Notebooks sequenzielle Transferraten von knapp 100 MB/s erreicht. Das Testgerät ist eines der sehr wenigen Notebooks, die diesen Wert sogar gelegentlich überbieten konnte. Akku Dell Latitude E6520 .

Für die Messung der Kartenleser-Performance nutzen wir unsere Referenz-SD-Karte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II. Die maximale Übertragungsrate beträgt bis zu 86 MB/s beim Kopieren von großen Datenblöcken, während bei normalen JPG-Bilddateien mit jeweils rund 5 MB etwa 65 MB/s erwartet werden können.
Das verbaute WLAN-Modul Intel Dual Band Wireless-AC 8260 (2x2 = max. 867 MBit/s brutto bei ac) entspricht dem neuesten Stand der Technik. Wie der Name schon verrät, beherrscht es neben den verbreiteten Standards g und n auch den aktuellen ac-Standard, der ausschließlich im immer noch deutlich weniger frequentierten und damit auch nicht so störanfälligen 5-GHz-Band funkt. Bluetooth ist in Version 4.2 integriert. Im individuellen Testsetup des Autors erwiesen sich die Empfangseigenschaften als überdurchschnittlich gut. UMTS/LTE kann bei der Konfiguration gegen Aufpreis gewählt werden, ist bei unserem Testsample aber nicht an Bord.

Gut, wenn auch nicht perfekt aufgestellt ist das Testgerät in Sachen Sicherheit. Zunächst ist das obligatorische Kensington-Lock zu nennen, mit dem sich das Notebooks anketten lässt. Zur sicheren Authentifizierung dienen der SmartCard-Reader und ein herkömmlicher Fingerabdruckscanner, während es etwa beim aktuellen ThinkPad T460p schon für einen neuen Sensor gereicht hat, auf den der Finger nur aufgelegt werden muss. Ebenfalls nicht fehlen dürfen ein TPM-Modul in der Version 1.2 sowie Passwortschutz für das BIOS/UEFI. Für die Festplattenverschlüsselung steht das in Windows 10 Pro integrierte BitLocker-Feature zur Verfügung. Wer auf vPro-Unterstützung angewiesen ist, kann das Notebook alternativ mit dem Ethernet-Modul Intel I219-LM bestellen.

Neben dem obligatorischen 45-Watt-Netzteil findet sich im Karton nur noch die ebenso obligatorische Schnellstartanleitung. Da Recoverymedien fehlen, sollte die Recoverypartition nicht angetastet werden. Optionales Zubehör von Lenovo wie die Dockingstation kann man sich hier ansehen. 
Einfach von außen entnehmen kann man nur den externen Akku, der interne Akku und weitere Komponenten sind nur nach einer Demontage zugänglich. Dazu müssen an der Unterseite sieben Schrauben entfernt werden. Anschließend muss man die Oberseite der Base anheben. Da wir mit einem Shopgerät arbeiten, vermeiden wir diesen Schritt, um eventuellen Beschädigungen vorzubeugen. Noch kurz zu den Aufrüstmöglichkeiten: Eine der beiden RAM-Bänke ist frei, der Maximalausbau liegt bei insgesamt 32 GB. Außerdem steht ein freier M.2-Steckplatz etwa für ein LTE-Modem oder eine (weitere) SSD zur Verfügung. Die SATA-SSD mit sieben mm Bauhöhe kann durch einen anderen Massenspeicher mit diesem Formafaktor ersetzt werden. Standardmäßig basiert der entnehmbare Akku auf drei Zellen, lässt sich aber gegen Aufpreis durch einen (überstehenden) Akku mit 6 Zellen und entweder 48 oder 72 Wh ersetzen.

Passend zum gehobenen Preis gewährt Lenovo eine dreijährige Garantie mit Vor-Ort-Service. Wie üblich sind die beiden Akkus nur für ein Jahr abgedeckt. Außerdem ist ein Unfallschutz buchbar. Nähere Infos dazu findet man hier. 
Das auf den ersten Blick etwas merkwürdig anmutende Touchpad schuldet seine drei oben angebrachten Tasten dem schon seit IBM-Zeiten offenbar unverzichtbaren TrackPoint. Wer ihn noch verwendet, kann so gleichzeitig die Tasten erreichen, die sich durch relativ viel Hub, einen angenehmen Widerstand und einen deutlichen Druckpunkt auszeichnen, dafür aber jedes akustische Feedback vermissen lassen. Bei unserem Testsample klappert die rechte Taste leider, auf eine Abwertung haben wir (da es sich hierbei um einen von der Garantie abgedeckten Defekt handelt) jedoch verzichtet.

Unterhalb der TrackPoint-Besonderheiten finden wie ein normales, wenn auch nicht besonders großes Clickpad vor, das man unten rechts und links herunterdrücken und so ebenfalls die Maustasten bedienen kann. Der Hub ist deutlich flacher als der der TrackPoint-Tasten, hier gesellt sich zum knackigen Druckpunkt dafür noch ein deutliches Klickgeräusch hinzu. Die allenfalls minimal angeraute Oberfläche mit einwandfreien Gleiteigenschaften reagierte stets schnell und präzise auf Berührungen und Gesten, Drag & Drop durch Doppeltipp funktionierte immer problemlos.
An der hervorragenden Tastatur, die ein Alleinstellungsmerkmal der ThinkPad-Serien T, L, und E (mit leichten Variationen) darstellt, hat Lenovo zum Glück nichts geändert. Den letzten Schliff erhalten die Chiclet-Keyboards stets in den teuren Notebooks der T-Serie. So auch hier: Die groß und kontrastreich beschrifteten Tasten mit ihrer deutlich konkaven, rutschhemmenden Oberfläche bieten für Notebookverhältnisse ungewöhnlich viel Hub, der zusammen mit dem knackigen und angenehm weit vom Anschlag entfernten Druckpunkt für hervorragendes Feedback sorgt. Zu ermüdungsfreiem Schreiben trägt der sauber abgefederte Anschlag bei. Bei ansonsten nahezu identischen Eigenschaften verfügt das Keyboard des T460s über weniger Hub.

Da die Breite exakt der von Standard-Desktop-Tastaturen entspricht, konnte ein ordentlicher Abstand zwischen den trotzdem angenehm großen Keys eingehalten werden. In Sachen Layout gibt es als Tribut an langjährige ThinkPad-Kunden einige Besonderheiten, die Einsteigern zunächst etwas Umgewöhnung abfordern. So sind die Positionen von FN- und Strg-Tasten vertauscht, was sich aber im BIOS korrigieren lässt. Druck sowie die Bildlauftasten sind unten rechts gelandet. An der zweistufigen, hellen und gleichmäßigen Beleuchtung gibt es absolut nichts zu meckern. Wir haben zwar schon leisere Keyboards gesehen, nennenswerte Geräusche geben aber allenfalls die großen Tasten wie Return von sich, sodass sich das T460 mit kleinen Einschränkungen auch für lärmsensible Umgebungen eignet.
Lenovo hat sich für ein mattes, IPS-basiertes Display in Full-HD-Auflösung entschieden. Verteilt auf 14 Zoll ergibt sich eine für Notebookverhältnisse sehr ordentliche Pixeldichte von 157 pp, die aus dem üblichen Betrachtungsabstand von rund einem halben Meter für eine gestochen scharfe Darstellung sorgt. Die Farben wirken subjektiv lebendig, aber nicht zu bunt. Alternativ wird für knapp 50 Euro mehr ein Touch-Display angeboten, dessen sonstige Eckdaten mit denen des verbauten Exemplars übereinstimmen, ohne dass es sich deswegen um das gleiche Panel handeln muss. Laut Datenblatt des Herstellers steht darüber hinaus auch ein Display mit 1.366 x 768 Pixeln zur Auswahl.Akku Dell Inspiron N7010.

Vergleicht man die mäßige maximale Helligkeit von nur 230 cd/m² mit der anderer aktueller Office-Notebooks, wird der Durchschnitt von 265 cd/m², in den auch die Helligkeiten zahlreicher erheblich günstigerer Geräte einfließen, verfehlt. Wer eine besonders hohe Leuchtkraft benötigt, ist mit den sonnenhellen Konkurrenten von HP und Dell viel besser bedient. Unauffällig bleibt die mit 85 % gemessene Ausleuchtung. Das minimale und nur bei einem völlig dunklen Bild gerade noch sichtbare Durchscheinen der Beleuchtung am unteren Rand spielt in der Praxis keine Rolle.
Das Testgerät präsentiert einen erfreulich niedrigen Schwarzwert von 0,26 cd/m², was im Hinblick auf die eingeschränkte Leuchtkraft allerdings kein großes Kunststück ist. Auch subjektiv wirkt Schwarz satt. Im Ergebnis lässt sich ein sehr ordentlicher, wenn auch nicht spitzenmäßiger Kontrast von immerhin 885:1 errechnen. Unser EliteBook 840 G3 (TN-Panel-Version) patzt beim Schwarzwert und kommt so trotz enormer Helligkeit nur auf 563:1. Kontrast-König im Feld ist das Latitude E7470 mit mustergültigen 1.462:1.

Außer durch höhere Blickwinkelstabilität (s. u.) heben sich IPS-Panels vor allem durch ihre bessere Farbdarstellung von den günstigeren TN-Kollegen ab. Im Auslieferungszustand werden wir mit DeltaE-Werten von 7 konfrontiert, was für IPS-Verhältnisse schon unterdurchschnittlich ist. So war bei unserem Testsample denn auch ein mittelstarker Grünstich zu beobachten, der durch Kalibrierung und Profilierung (Profil im Kasten) vollständig verschwunden ist. Beim EliteBook finden wir TN-typisch schlechte Werte von mehr als 10 vor, während unser Latitude schon mit sehr guten 3 (ColorChecker) bzw. 4 (Graustufen) aus dem Karton kam. Für ambitionierte Bildbearbeitung sollten die DeltaE-Werte unter 3 liegen.

Wer nur gelegentlich auf Hobbyniveau mit Bildern arbeitet, dürfte sich an der geringen Abdeckung des großen Profi-Farbraums AdobeRGB kaum stören. Trotzdem sind hier nur 40 %, über die erwartungsgemäß (TN) auch das HP nicht hinauskommt, für IPS ein schlechter Wert. Selbst der viel kleinere Quasi-Standard-Farbraum sRGB, auf den die meisten Bildaufzeichnungs- und Darstellungsgeräte ausgelegt sind, wird nur zu 62 % abgedeckt. Erheblich besser macht es im Testfeld nur das Dell.
Gerade bei hochmobilen Notebooks ist es schade, wenn der Bildschirm sich nur mit großen Einschränkungen für das Arbeiten im Freien eignet. Wie auf den Fotos unten zu sehen ist, trifft diese Beschreibung leider auf das Testgerät zu. Mit einiger Mühe findet sich auch an sonnigen Tagen eine geeignete Position im Schatten, aber selbst dort leidet die Ergonomie unter dem im Verhältnis zur Umgebung zu dunklen Bild. Etwas entspannter dürfte es bei bedecktem Himmel aussehen, mehr als ausreichend ist die Outdoor-Performance aber wohl nur bei Dunkelheit.
Zwar gewährt der Screen des Lenovo ThinkPad T460 dem Nutzer viel Bewegungsfreiheit vor dem Schirm und bleibt jedem TN-Panel überlegen, gehört in dieser Disziplin aber zu den schwächeren IPS-Displays. Bemerkbar macht sich das besonders bei horizontal verschobenen Einblickwinkeln durch relativ (!) früh und deutlich auftretende Helligkeits- und Kontrastverluste. Verfälschte Farben bekommt man nur in praxisfernen Extrempositionen zu Gesicht, die von den Eckbildern unserer Blickwinkelcollage dargestellt werden.
Der im Officebereich überaus verbreitete Intel Core i5-6200U (2 x 2,3 - 2,8 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) ist quasi die Brot-und-Butter-CPU der aktuellen Skylake-Generation. Während er für Games sowie sonstige stark parallelisierte Software nicht die erste Wahl ist, reicht die Leistung für alle typischen Officeanwendungen, aber auch anspruchsvollere Programme wie etwa Adobe Lightroom aus. Dabei geht die CPU noch energieeffizienter zu Werke als die schon smarten Broadwell-Vorgänger wie der ähnlich schnelle i7-5500U (2 x 2,4 - 3 GHz, TDP 15 W). Im Gegensatz zum 6200U im dünneren (!) ThinkPad T460s wurde die TDP nicht auf 25 Watt angehoben, was wohl nur der Abgrenzung zum teureren Modell geschuldet ist.

Im Cinebench R15 setzen sich erwartungsgemäß die Kandidaten mit den höher taktenden i7-Prozessoren an die Spitze, bis zu 18 % betragen die Rückstände der i5-Notebooks, was sich aber allenfalls bei sehr fordernden Programmen bemerkbar machen sollte. Interessant: Der mit 25 statt 15 Watt konfigurierte i5-6200U im T460s kann in diesem Szenario nicht von seiner höheren TDP profitieren, weil die 15 Watt (Standard) bei nur 2,8 GHz Maximaltakt ohnehin nicht ausgenutzt werden. Ein Vorteil sollte sich aber bei gleichzeitiger Belastung von CPU und integrierter GPU Intel HD 520 ergeben. Der für die Auslastung beider Kerne spezifizierte Höchsttakt von 2,7 GHz wird in der Cinebench-Schleife konstant gehalten, sodass man der CPU eine erwartungsgemäße Performance bescheinigen kann. Ohne Stromnetz ändert sich an den Cinebench-Scores nichts. 
Dank Hyperthreading-Dualcore, ausreichend Speicher und SSD liegen für eine sehr gute Systemperformance alle Voraussetzungen vor. Gemessen haben wir mit dem PCMark 8, der im Vergleich zum ausgemusterten PCMark 7 die Massenspeicher-Performance erheblich geringer gewichtet. Als Vergleichsbasis dienen alle von uns in den letzten 8 Monaten getesteten Office-Notebooks mit SSD. In diesem Feld liegt die durchschnittliche Punktzahl des Work-Benchmarks bei 3.693 Punkten, während das Testgerät 3.956 Punkte und damit schlanke 7 % mehr einheimsen konnte.

Die Mitbewerber im Test sind etwas stärker motorisiert und können sich so leichte Vorteile herausarbeiten. Für den geringen Vorsprung des schlankeren Lenovo T460s findet sich als Erklärung die auf 25 Watt erhöhte TDP. Grenzt man die Auswahl weiter auf Geräte mit dem i5-6200U ein, kann sich der Kollege Lenovo ThinkPad E460-20EUS00000 wohl hauptsächlich wegen seiner dedizierten AMD-Grafik um 12 % absetzen. Subjektiv hat die zumeist sehr verzögerungsarme Nutzung dem Tester viel Spaß gemacht, was wie so oft hauptsächlich der SSD zu verdanken ist. Nicht nur ungeduldige Naturen sollten an den schnellen Programm- und OS-Starts Gefallen finden.
Unser T460 kommt mit einer über SATA III angebundenen 256-GB-SSD, was die sequenziellen Transferraten auf etwas mehr als 500 MB/s begrenzt. Entscheidet man sich stattdessen für die Basisausstattung mit einer 500 GB fassenden Hybrid-Platte (was wir nicht empfehlen), werden rund 150 Euro weniger fällig.

Werden Betriebssystem und Programme gestartet, müssen oft kleine, verteilte Datenblöcke eingelesen werden (4K Read). Einige ganz neue SSDs schaufeln dabei bis zu 40 MB/s durch die Leitungen. Für eine gute Beurteilung würden schon 30 MB/s ausreichen, an denen unser Lenovo T460 mit nur 20 MB/s souverän vorbeirauscht. Es geht aber noch weniger, wie man den Werten des T460s ansieht. In der Praxis machen sich die Unterschiede kaum bemerkbar. Besser schlägt sich die Toshiba-SSD im Testgerät, wenn die kleinen Blöcke von 64 Threads gleichzeitig eingelesen werden (4K-64 Read), wobei mehr als vier Threads regelmäßig nur bei Servern anliegen.
Sicher nicht zu den interessantesten Aspekten für die Zielgruppe des Lenovo T460 gehört die in die CPU integrierte, sehr sparsame, aber auch schwachbrüstige Grafikeinheit Intel HD 520 ohne dedizierten Grafikspeicher, die sich die knappe TDP von 15 Watt mit der CPU teilen muss. Die erreichbare Performance hängt zum einen von der CPU ab. Zum anderen profitiert die GPU klar von Dual-Channel-RAM, muss im Testgerät aber mit einem Speicherkanal auskommen.

Hochauflösende Videos nach H.264 und neuerdings auch H.265 werden in Hardware dekodiert, sodass mit einer ruckelfreien Wiedergabe zu rechnen ist. Das Lenovo ThinkPad T460 kann 4K-Videos dank DisplayPort auf externen Bildschirmen mit 60 Hz darstellen. Im Vergleich mit anderen Notebooks mit der gleichen CPU/GPU liegt die Grafikperformance auf dem erwarteten Niveau.
Wer auf dem T460 3D-Games zocken will, muss sich wegen der sehr eingeschränkten Grafikleistung in der Regel mit uralten oder grafisch wenig spektakulären Titeln wie Counter-Strike GO begnügen oder alternativ die oft hässlichen Minimaleinstellungen bei 1.024 x 768 oder 1.280 x 720 wählen. Besser sieht es bei Spielen mit isometrischer Darstellung wie Diablo III oder FIFA aus, die oft sogar in hohen Einstellungen flüssig laufen. Wie man der kleinen Benchmarktabelle unten ansieht, ist die Intel HD 520 mit aktuellen Grafikkrachern wie Witcher 3 komplett überfordert.
Wie es sich für ein Office-Notebook gehört, ist unser T460 insgesamt sehr leise unterwegs. Viel Kühlbedarf besteht im Hinblick auf die niedrige TDP ohnehin nicht. Selbst mit aktiver Systemkühlungsrichtline bleibt es im Idle-Betrieb und bei nur sporadischer, mäßiger Belastung stumm. Legt man mit Prime95 hohe Last an, dauert es über 20 Sekunden, bis der Lüfter sich durch kurzes Hochdrehen einmal deutlich bemerkbar macht, was auf eine gute passive Kühlung hindeutet.

Danach präsentiert sich ein sanftes Rauschen, das in einem recht ruhigen Einzelbüro mit laufendem PC noch etwa bis zu einer Entfernung von einem Meter vernehmbar ist, dabei aber auch wegen des Fehlens lästiger Nebengeräusche überhaupt nicht störend auffällt. Dazu muss man anmerken, dass eine dertartig hohe Dauerlast gerade im Officebetrieb fast nie auftritt, selbst CPU-lastige Spiele lassen immer wieder Verschnaufpausen zu. Verschärfen wir die Tortur durch Zuschalten des GPU-Stresstests FurMark weiter, ändert sich an der Geräuschkulisse nichts mehr. Somit stellen die Betriebsgeräusche auch in lärmsensiblen Umgebungen nie ein Problem dar.

Das dürfte ebenfalls für sämtliche Mitbewerber im Test gelten, deren Lautstärken sich im Idle alle auf dem Niveau der normalen Umgebungsgeräusche bewegen und auch unter Last die völlig unkritischen Werte des T460 kaum übersteigen.
Erwartungsgemäß niedrig fallen auch die Oberflächentemperaturen aus. Bei geringer Last wird das T460 an keiner Stelle wärmer als 30 °C. Liegt hohe Dauerlast an, befindet sich der "Hotspot" mit schon leicht kritischen, in der Praxis aber nicht auftretenden (s. o.) 44 °C unten in der Mitte. Der gleichzeitige Einsatz von Prime95 und FurMark bringt die 15-Watt-TDP an ihre Grenzen. Schon kurz nach dem Start sackten die Frequenzen von den spezifizierten 2,7 GHz auf konstant 1,5 GHz (Bild) ab, sodass dem Kandidaten in diesem praxisfernen Extremszenario massives Throttling zu bescheinigen ist. Mehr als harmlose 56 °C Kerntemperatur erklomm des Testgerät nie.
Mehr als Mittelmaß bekommt man aus den beiden nach unten abstrahlenden Speakern trotz standardmäßig aktiviertem Dolby Audio nicht zu hören. Die beste Note heimst noch die künstlich "verbesserte" Präsenz ein, und obwohl von echten Bässe keine Rede sein kann, kann man der Konstruktion auch eine gewisse Dynamik nicht absprechen. Ansonsten muss man den Klang mal wieder als stark mittenbetont, hohl und unnatürlich bezeichnen. Immerhin bleibt man von Verzerrungen und Lautstärkeschwankungen auch bei der für mittlere Räume ausreichenden Maximallautstärke verschont.
Sparsam, sparsamer, Skylake. Auch bei seiner aktuellen Prozessorgeneration hat Intel der weiter verbesserten Energieeffizienz den Vorzug vor relevanten Leistungssteigerungen gegeben. Dazu passt, dass die Verbrauchswerte insgesamt sehr niedrig sind und ebenso wie die der Mitbewerber keine Auffälligkeiten zeigen. Das 45-Watt-Netzteil ist seiner Aufgabe stets gewachsen.
Lange Akkulaufzeiten gehören zu den wichtigsten Eigenschaften mobiler Notebooks, und Lenovo liefert. Im Idle-Betrieb bei niedrigster Helligkeit schafft es ebenso wie die Mitbewerber im Test über 15 Stunden. Orientiert man sich am praxisnahen WLAN-Test (Wie wir testen), ist mit mehr als fünfeinhalb Stunden zu rechnen, die von den Mitbewerbern (HP) sogar noch um bis zu 34 % übertroffen werden. In jedem Fall sollte es sehr selten vorkommen, dass man mit den Kandidaten mal einen mobilen Arbeitstag nicht übersteht.
Auch wenn davon auszugehen ist, dass es sich bei den festgestellten Verarbeitungsmängeln nicht um Serienfehler handelt, lassen sie Lenovos Qualitätskontrolle in diesem Fall nicht im besten Licht erscheinen. Wir vertreten die Meinung, dass so etwas bei einem 1.500-Euro-Notebook nicht zu passieren hat. Davon abgesehen hatten wir uns etwas mehr Stabilität erhofft, die bei den anderen Modellen der Reihe ja auch gegeben ist. Dass sich das Gerät nur mit Gegenhalten öffnen lässt, könnte sich als Dauerärgernis erweisen.

Auf der erheblich umfangreicheren Habenseite finden sich typische ThinkPad-Qualitäten, wie die hervorragenden Eingabegeräte, eine umfangreiche Sicherheitsausstattung, zwei Akkus mit insgesamt langen Laufzeiten sowie einen einwandfrei und für den anvisierten Einsatzzweck mehr als ausreichend schnellen Antrieb, der zusammen mit der großen SSD für einen flüssigen, frustfreien Betrieb sorgt. Akku Dell Precision M4300 .

Mindestens 87 % haben alle Notebooks im Test erreicht. Das HP EliteBook 840 G3 (TN-Version) ist etwas schlanker, leichter und schneller, hat aber einen niedrigklassigen Bildschirm. Beim mit stolzen 89 % bewerteten Dell Latitude E7470 wird fast nur die Webcam kritisiert, hier ist eine bessere Wartbarkeit gegeben, und sogar die Eingabegeräte können mit denen des Testgerätes mithalten. Lenovos Konkurrent aus dem eigenen Hause in Form des T460s ist flacher, leichter, teurer und hat eine fast gleichwertige Tastatur mit etwas weniger Hub. Neben wenig Arbeitsspeicher gibt es wie beim T460 hauptsächlich einige das IPS-Display betreffende Kritikpunkte.