Lenovo geht in die Offensive und präsentiert ein elegantes Convertible, welches einen ULV-Prozessor mit einer dedizierten GPU kombiniert. In unserem ausführlichen Test prüfen wir, wie das Zusammenspiel dieser Komponenten klappt.
Lenovos Yoga Serie, welche sich an den Heimanwender richtet, bekommt mit dem Yoga 710-14ISK einen neuen Ableger. Unser Test-Sample bietet neben dem Intel Core i5-6200U, dem 8 GB DDR4 RAM zur Verfügung stehen, auch eine dedizierte GPU (Nvidia GeForce 940MX). Das Betriebssystem findet auf der 256 GB fassenden M.2 SSD Platz. Lenovo bietet zwei verschiedene Hardware-Konfigurationen an, welche sich nur in der Bestückung der CPU unterscheiden. Somit haben Käufer lediglich die Wahl zwischen der von uns getesteten Variante mit dem Intel Core i5-6200U oder einem Intel Core i7-6500U. Die preisliche Differenz dieser beiden Varianten liegt bei 200 Euro. Unser Testgerät kratzt mit 999 Euro an der 1.000-Euro-Marke. Bei der äußerlichen Erscheinung können die Kunden zwischen einem silbernen oder einem schwarzen Design wählen. Die dedizierte Nvidia GeForce 940MX kann auf den eigenen 2 GB großen DDR3-Speicher zurückgreifen. Für diesen Test haben wir ausschließlich Convertibles mit dedizierter GPU herangezogen, welche preislich auf einem Level liegen.

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung der Referenzgeräte, auf welche wir im weiteren Testverlauf immer wieder eingehen werden.
Das Gehäuse beim Yoga 710 besteht vorwiegend aus Aluminium. Die von uns getestete Version ist komplett in Silber gehalten (Platinum Silver). Lenovo bietet als Alternative auch ein schwarzes Design (Ebony Black). Die Materialauswahl überzeugt und vermittelt dem Anwender zu jeder Zeit einen hochwertigen Eindruck. Auf der silbernen Oberfläche sind kaum Fingerabdrücke zu erkennen. Sollte sie dennoch einmal verschmutzt sein, lässt sich die Oberfläche schnell und problemlos mit einem feuchten Tuch reinigen. Unser Yoga 710 ist mangelfrei verarbeitet, es gibt keine unschönen Spaltmaße. Mit einem Gewicht von 1,6 Kilogramm ist unser Testgerät im Vergleich zur Konkurrenz relativ leicht. Optische Akzente setzt Lenovo mit einem erhabenen „YOGA“–Schriftzug auf dem Displaydeckel.

Die Base wie auch das Display sind mit einem Chromrahmen optisch aufgewertet. Diese Details gefallen und wirken nicht aufdringlich. Bei der Stabilität können wir nichts Negatives feststellen. Die Base ist druckstabil und lässt sich kaum verwinden. Gleiches gilt für den Displaydeckel, der durch die Materialwahl sehr stabil wirkt. Eine Wellenbildung auf dem Display können wir durch Druck auf den Deckel nicht erzeugen. Die beiden 360-Grad-Scharniere halten das Display gut an der gewünschten Position. Diese Technik erlaubt den Einsatz in den vier bekannten Modi (Laptop, Zelt, Präsentation, Tablet). Bei Eingaben auf dem Touchdisplay kommt es hauptsächlich im Laptop-Modus zu einem leichten Nachwippen, mit dem aber alle Convertibles zu kämpfen haben. Ein Öffnen mit einer Hand ist nicht möglich. Die Unterseite bietet keine separate Wartungsklappe. Wer dennoch die Lüfter reinigen oder die SSD tauschen möchte, muss die komplette untere Abdeckung entfernen. Sind alle kleinen Schrauben entfernt, ist das problemlos möglich. 
Die Dimensionen des Yoga 710 sind im Vergleich zur Konkurrenz teilweise deutlich geringer. Beim Yoga 710 handelt es sich um ein 14-Zoll-Gerät, wobei das HP Envy 15 und auch das Lenovo Yoga 510 15,6-Zoll-Geräte sind. Der direkte Vergleich mit dem Lenovo Yoga 3 14 (auch ein 14-Zöller) zeigt, dass das Yoga 710 noch einmal ein paar Millimeter einsparen kann. Die Größenunterschiede spiegeln sich auch beim Gewicht wider. Somit ist unser Testgerät, welches 1,6 Kilogramm auf die Waage bringt, auch das leichteste.
Die Schnittstellenauswahl ist beim Yoga 710 sehr überschaubar. Auf der rechten Seite befinden sich die beiden USB-3.0-Ports. Direkt daneben spendierte Lenovo dem Convertible noch einen Mini-HDMI-Anschluss. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der Speicherkartenleser angebracht, welcher alle gängigen Formate (MMC, SD, SDHC, SDXC) verarbeiten kann, sowie ein Kopfhöreranschluss. Eingelegte SD-Karten ragen aber bis zur Hälfte aus dem Gerät heraus. Beim Transport sollt unbedingt darauf geachtet werden, dass sich keine Karte in dem Speicherkartenleser befindet, um eine Beschädigung zu vermeiden.

Beim Yoga 710 vermissen wir allerdings eine Lautstärkewippe, welche gerade bei der Nutzung im Tablet-Modus ihre Daseinsberechtigung hat. Auf einen Kensington-Lock-Anschluss muss auch verzichtet werden. Proprietäres Zubehör, um die Anschlußvielfalt zu erweitern, gibt es von Lenovo nicht. Dieses ist vornehmlich den ThinkPad Geräten vorbehalten.
Der seitlich verbaute Kartenleser verarbeitet alle gängigen Formate (MMC, SD, SDHC, SDXC). Die Leistung überprüfen wir mit unserer Referenzspeicherkarte (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II). Bei diesem Test werden 250 identische jpg-Dateien von der Speicherkarte auf den Systemdatenträger kopiert. Dabei erreicht das Yoga 710 eine durchschnittliche Transferrate von 77,8 MB/s. Damit setzt sich unser Testgerät an die Spitze und verweist das Lenovo Yoga 510 und das HP Envy 15 auf die Plätze. Beim sequenziellen Lesen, welches wir mit dem Programm AS SSD ermitteln, liegen alle Kontrahenten gleichauf. Wir notieren beim Yoga 710 einen Wert von 87,1 MB/s. Insgesamt betrachtet ist die Leistung des Kartenlesers als durchschnittlich zu bewerten.
Die externe Kommunikation übernimmt das Dual-Band-AC-8260-Modul vom Intel. Dieses unterstützt beim Yoga 710 auch den Bluetooth-4.0-Standard. Das WLAN-Modul bietet eine theoretische Bruttodaten-Übertragungsrate von 867 Mbit/s bei 2x 801.11ac. In dem Testzeitraum gab es keine Beeinträchtigungen. Die WLAN-Verbindung war stabil, und selbst große Datenmengen konnten problemlos übertragen werden. Anders als bei anderen Convertibles oder Notebooks, bei denen sich die WLAN-Antennen im Displayrahmen befinden, sind diese beim Yoga 710 in das Scharnier integriert. Das deckt eine größere Fläche ab und ermöglicht einen stabileren Signalempfang. Akku HP COMPAQ nc8430 .

Hardwareseitig implementiert Lenovo beim Yoga 710 ein Trusted Platform Module 2.0 (TPM). Auf einen Kensington-Lock-Port müssen Käufer verzichten. Als Sicherheitssoftware ist McAfee LiveSafe auf dem Convertible.

Im Lieferumfang befinden sich lediglich das kleine 65-Watt-Netzteil und eine kurze Bedienungsanleitung. Optionales Zubehör, wie eine Yoga Maus, Lenovo-500-2.0-Bluetooth-Lautsprecher oder Lenovo-500-Ohrhörer, können beim Kauf mitbestellt werden.

Bei unserem Testsample ist das Betriebssystem Microsoft Windows 10 Home 64bit vorinstalliert. Da es sich nicht um ein Business-Gerät handelt, wird auch nicht die Professional-Version angeboten.

Eventuelle Wartungsarbeiten gestalten sich recht gut, auch wenn beim Yoga 710 keine separate Wartungsklappe vorhanden ist. Wer an das Innere möchte, muss die komplette Unterseite der Base entfernen, was auch problemlos möglich ist. Unter der Abdeckung bekommt man die SSD, RAM, Lüfter und Akku zu Gesicht. Der Arbeitsspeicher befindet sich noch einmal geschützt unter einer Metallabdeckung. Aufrüstmöglichkeiten sind nur durch den Austausch von Komponenten möglich, da alle Steckplätze belegt sind.
Lenovo bietet beim Kauf eine zweijährige Basisgarantie für das Yoga 710. Diese kann auf drei Jahre mit Geräte- und Unfallschutz für einmalig 140 Euro erweitert werden. 
Lenovo hat die Chiclet-Tastatur direkt in die Oberfläche der Base eingearbeitet. Die einzelnen Tasten sitzen straff an ihrem Platz, sodass nichts klappert. Auf einen separaten Ziffernblock muss verzichtet werden. Das muss aber nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn dafür sind die einzelnen Tasten mit 17 x 17 Millimetern angenehm groß. Der Zwischenraum beträgt 2 Millimeter. Insgesamt betrachtet ist die Tastatur durchdacht. Die Aufschrift ist gut lesbar und die Symboliken wirken nicht zu überladen auf den etwas kleineren „F“-Tasten. Der Anschlag ist spürbar, aber dennoch etwas weicher als bei anderen Geräten. Das Tippgeräusch ist nicht auffallend und nicht als störend wahrnehmbar. Ein Nachgeben beim Arbeiten mit der Tastatur ist nicht festzustellen. Positiv hervorzuheben ist die dezente, weiße Hintergrundbeleuchtung. Diese kann wahlweise deaktiviert oder in zwei Helligkeitsstufen auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.
Das Multitouch-Clickpad ist dezent mit einem Chromrahmen in die Base eingearbeitet. Die Eingabefläche hat eine Größe von 10,5 x 7 Zentimetern. Somit ist der vorhandene Platz gut für das Eingabegerät genutzt worden. Platziert wurde das Touchpad zentriert unterhalb der Leertaste und rutscht somit etwas mehr auf die linke Seite der Base. Beim Lenovo Yoga 3 14 wurde das Touchpad mittig in die Base eingearbeitet. Welches Design sich nun besser im Alltag schlägt, ist Geschmackssache. Optisch aufgeräumter wirkt im Vergleich das Yoga 710: Im unteren Bereich trennt symbolisch der kleine rote Strich die linke und rechte Eingabetaste. Das Klickgeräusch ist deutlich hörbar - klingt aber nicht minderwertig. Die silberne, glatte Eingabefläche lässt den Finger gut über die Oberfläche gleiten. Auf dieser sind Fingerabdrücke nicht so sehr zu erkennen wie auf anderen Geräten.

Bei der Nutzung des Touchdisplay gab es in dem Testzeitraum keine Probleme. Dieses unterstützt bis zu 10-Punkt-Multitouch-Eingaben. Über die glatte Oberfläche kann der Finger problemlos hin- und hergleiten. Alle Eingabebefehle wurden prompt umgesetzt. Das fast randlose Design macht einen guten Eindruck und nutzt die vorhanden Fläche gut aus.

Beim Yoga 710 vertraut Lenovo beim Display auf ein Panel von AU Optronics. Das 14Zoll-AH-IPS-Multitouch-Display bietet eine maximale Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Rechnerisch ermitteln wir somit eine Pixeldichte von 157 dpi. Der Kontrast des Panels ist 929:1, welches ein gutes Ergebnis darstellt. Die durchschnittliche Helligkeit ist mit 298,3 cd/m² im Vergleich zu den Konkurrenzgeräten deutlich besser. Bei der Ausleuchtung erreicht das Yoga 710 mit 88 Prozent einen relativ guten Wert. Die spiegelnde Displayoberfläche sorgt allerdings für unerwünschte Reflektionen. Damit erschwert sie die Nutzung bei hellen Umgebungen. Dieses kann auch die relativ gute Displayhelligkeit nicht kompensieren. Das Display hat leichte Probleme bei der dunklen Darstellung. Es kommt zur Bildung von Lichthöfen. Hauptsächlich ist uns bei dunklen Szenen immer wieder der linke obere Bereich negativ aufgefallen. Die Ausprägung der Lichthöfe kann sehr unterschiedlich sein, sodass unser Testgerät nicht als Referenz für alle Yoga 710 angesehen werden sollte. Bei dem verbauten Panel haben wir ein Flackern ab einer Displayhelligkeit von 50 Prozent und darunter festgestellt. Bei längerer, durchgängiger Nutzung kann es somit vermehrt zu Beschwerden wie z. B. Kopfschmerzen kommen.
Die Bildqualität ist gut, und der Schwarzwert beträgt bei dem AU Optronics Panel 0,35 cd/m². Das Bild wirkt ansehnlich und lebhaft. Farben werden kräftig dargestellt, wirken aber nicht aufdringlich. Die Farbdarstellung kann im Auslieferungszustand als durchschnittlich bezeichnet werden. Der DeltaE-2000-Wert liegt bei 6,2 (Zielbereich: DeltaE-2000 kleiner 3). Eine Kalibrierung des Displays sollte für bessere Werte sorgen. Das passende ICC-Profil haben wir, wie immer, verlinkt - es steht zum Download bereit. Einen Blaustich zeigt das IPS-Panel beim Yoga 710 nicht. Die Farbräume AdobeRGB und sRGB kann das Panel zu 58 Prozent bzw. 90 Prozent wiedergeben. 
Auf Grund der verschiedenen Modi, die das Yoga 710 bietet, ist ein blickwinkelstabiles Display unabdingbar. Dem können wir nur zustimmen. Das verbaute IPS-Display bestätigt die Blickwinkelstabilität. Aus nahezu allen Positionen kann das Testbild gut und ohne Verfälschungen eingesehen werden. Beim Außengebrauch erschwert das spiegelnde Display die Nutzung. Wir empfehlen beim Außeneinsatz das Aufsuchen eines schattigen Platzes. 
Die Leistung des Yoga 710 ist für ein Convertible ordentlich. Selbst das eine oder andere Spiel lässt sich auf Grund der dedizierten GPU spielen. Das 14 Zoll große IPS-Display ist auch zum Filmeschauen für zwischendurch gut geeignet. Für ausreichend Rechenleistung sorgt ein Intel Core i5-6200U Prozessor der Skylake Generation. Der CPU stehen 8 GB-DDR4-RAM zur Seite, welcher im Single-Channel-Modus arbeitet. Da das Yoga 710 nur über einen Steckplatz für den Arbeitsspeicher verfügt, kann kein Dual-Channel-Betrieb stattfinden. Als Systemdatenträger dient eine schnelle SSD im M.2-2280-Format. Für leistungshungrige 3D-Anwendungen stattet Lenovo sein Convertible mit einer Nvidia GeForce 940MX aus. Dieser stehen 2 GB-DDR3-RAM zur Verfügung. Akku HP COMPAQ 6910p .

Zum gegenwärtigen Testzeitpunkt können Kunden nur zwischen einem Intel Core i5-6200U oder einem Intel Core i7-6500U wählen. Unser Testgerät mit dem etwas schwächeren Prozessor wechselt für 999 Euro den Besitzer. Wer sich für das Modell, welches den etwas schnelleren Prozessor bietet, interessiert, der muss noch einmal 200 Euro mehr auf den Tisch legen. Somit verlangt Lenovo 1.199 Euro für das Topmodell.
Die Rechenleistung des Intel Core i5-6200U ist für das Convertible mehr als ausreichend. Dieser fest verlötete Prozessor besitzt zwei physikalische Kerne und kann dank Hyper-Threading 4 Threads gleichzeitig verarbeiten. Der sparsame Skylake Spross begnügt sich mit einer TDP von nur 15 Watt und ist somit eine gute Wahl für mobile Geräte, welche auch längere Zeit ohne Netzanschluss auskommen müssen. Der Grundtakt der sparsamen CPU liegt bei 2,3 GHz, welcher mittels der Turbofunktion auf 2,8 (1 Kern) bzw. 2,7 GHz (2 Kerne) erhöht werden kann. Die Leistung des Intel Core i5-6200U liegt im Vergleich zu den Referenzgeräten, welche auch eine Skylake CPU beherbergen, auf einem Level. Nur das Lenovo Yoga 3 14, das noch das Vorgängermodell, den Intel Core i5-5200U, besitzt, ist nicht in der Lage, mit dem Intel Core i5-6200U mitzuhalten. Der Leistungsunterschied liegt bei rund 10 Prozent, je nach Anwendung. Das Yoga mit den Intel Core i7-6500U wäre noch einmal rund 10 Prozent schneller als das von uns getestete Modell. Letztlich muss jeder für sich entscheiden, ob dieses Leistungsplus den Aufpreis rechtfertigt.
Die objektive Performance des Gesamtsystems ist gut. Nach dem Einschalten bootet das System dank der flotten SSD rasch und ist schon nach wenigen Sekunden einsatzbereit. Bei den PCMark-8-Ergebnissen erreicht das Yoga 710 den zweiten Platz hinter dem Lenovo Yoga 510-15ISK. Der Abstand zum Spitzenreiter beträgt rund 10 Prozent. Maßgeblich trägt die schnelle SSD im M.2-2280-Format dazu bei, dass das System rund und flüssig läuft. Ungewöhnliche Latenz beim Öffnen von Programmen haben wir im Alltagsbetrieb nicht feststellen können. Der Arbeitsspeicher ist mit 8 GB großzügig bemessen, sodass es an dieser Stelle im Normalbetrieb zu keinem Engpass kommen sollte.
Beim Massenspeicher vertraut Lenovo beim Yoga 710 auf eine M.2-2280-SSD aus dem Hause Samsung. Die Leistungsangaben des Herstellers liegen bei bis zu 540 MB/s Lesen und bis zu 280 MB/s Schreiben. Mit dem Testprogramm AS SSD erreichen wir sequenzielle Datenraten von 507 MB/s (Lesen) und 286 MB/s (Schreiben). Damit holt das Convertible fast das Optimum an Leistung, welches die SSD zu leiten im Stande ist, heraus. Platz für einen weiteren Datenträger bietet das Testgerät nicht. Somit bleibt nur der direkte Tausch, sollte der Speicherplatz von 256 GB nicht reichen.
Die dedizierte GPU im Yoga 710 hört auf den Namen Nvidia GeForce 940MX. Diese wurde im März dieses Jahres vorgestellt und ist ein Refresh der Nvidia GeForce 940M. Das Refresh-Modell bietet nun auch Unterstützung für DirectX-12. Je nach Beanspruchung liegt die maximale Leistungsaufnahme der Grafikkarte zwischen 15 und 30 Watt. Die Taktfrequenzen der GPU liegen bei 1.122–1.242 MHz. Bei unserem Modell kann der Grafikchip auf den 2 GB fassenden DDR3-Grafikspeicher zurückgreifen. Nvidia GeForce 940MX Modelle mit dem schnelleren GDDR5-Speicher bietet Lenovo nicht an. Die Leistung der Nvidia GeForce 940MX liegt auf dem gleichen Level wie auch die Nvidia GeForce 940M. Dieses spiegelt sich ebenso in den Ergebnissen der 3DMark Benchmarks wider.

Wird die 3D-Leistung nicht benötigt, wird intern auf die integrierte Grafikeinheit Intel HD Graphics 520 umgeschaltet. Von diesem Vorgang bekommt der Anwender nichts mit. Die Intel HD Graphics 520 ist in die CPU integriert und unterstützt entlastend den Prozessor bei diversen 2D-Anwendungen. Diese bietet wie auch die dedizierte GPU Unterstützung für DirectX-12 und zusätzlich noch den modernen H.265-/HEVC-Codec.
Das Lenovo Yoga 710 ist ein Convertible, welches mit der dedizierten GPU durchaus Potential besitzt, das eine oder andere Spiel auf den Bildschirm zu bringen. Einschränkungen bezüglich der Leistung der GPU sollten allerdings in Kauf genommen werden: Oftmals reicht die Performance des Systems nur für eine HD-Auflösung mit einer mittleren Preset. Für aktuelle Spiele aus den Jahren 2015 und 2016 reicht die Leistung für einen ruckelfreien Spielespaß nicht. Aber dennoch ist die Leistung für ein Gerät, welches auch als Tablet genutzt werden kann, mehr als ausreichend. Wer mehr Grafikleistung benötigt, kann dieses nicht von einem Convertible verlangen. Da bleibt nur der Griff zu einem Notebook, welches mindestens mit einer Nvidia GeForce GTX 960M ausgestattet ist.
Das Yoga 710 besitzt zwei Heatpipes, welche mit Hilfe von zwei kleinen Lüftern gekühlt werden. Im Idle-Betrieb stehen die Lüfter selten still. Somit messen wir eine Lautstärke von 34,6 dB(A). Unter Volllast, welches wir mit den beiden Programmen Prime95 und Furmark simulieren, steigt der Lautstärkepegel auf 39,9 dB(A) an. Die Messwerte liegen leicht über denen der anderen Testgeräte. Die beiden Lüfter sind zwar hörbar, aber nicht störend. 
Die Gehäusetemperatur unseres Testgerätes liegt im Leerlauf mit durchschnittlich 27 °C deutlich unter der 30-°C-Marke. Bei Volllast steigen diese Werte und erreichen maximal 43,4 °C. Dieser Hotspot befindet sich oberseitig, mittig und oberhalb der Tastatur. Bei diesem Stresstest, welches ein Extremszenario darstellt und im Alltag kaum auftritt, arbeiten die Programme Prime95 und Furmark für mindestens eine Stunde parallel. Dabei erwärmte sich die CPU auf maximal 82 °C, und bei der GPU ermittelten wir eine Temperatur von 74°C. Der Prozessor arbeitet kontinuierlich mit 2,3 GHz. Bei der Nvidia GeForce 940MX schwankte der Takt leicht zwischen 980 MHz und 1.050 MHz. Thermales Throttling haben wir bei diesem Belastungstest nicht feststellen können. Im direkten Anschluss an den Stresstest haben wir den Benchmark 3DMark 11 erneut laufen lassen. Das Ergebnis deckte sich mit dem, welcher im Kaltstart ermittelt wurde. Somit gibt es keinen Leistungsverlust, auch wenn das System längere Zeit unter Volllast betrieben wird.
Lenovo verbaut beim Yoga 710 zwei kleine Stereolautsprecher von JBL. Diese befinden sich im vorderen Bereich auf der Unterseite der Base. Steht das Convertible auf einer weichen Unterlage im Laptop-Modus, so wird das Klangbild etwas gedämpft. Wer die Sound-Wiedergabe mit dem Yoga 710 genießen möchte, sollte darauf achten, dass die kleinen Öffnungen auf der Unterseite nicht verdeckt werden. Das Klangerlebnis ist für ein Convertible gut. Höhen und Mitten überwiegen, und Bässe lassen sich ansatzweise erahnen. Gegen ein externes Sound-System oder gute Kopfhörer kann sich das Lenovo allerdings nicht behaupten. Wer auf erstklassigen Sound-Genuss nicht verzichten möchte, sollte ein externes Wiedergabegerät wählen. Das Programm Dolby Audio bietet die Möglichkeit, sich den Sound-Genuss auf seine eigenen Bedürfnisse anzupassen.
Die Energieaufnahme des 14-Zöllers ist teilweise deutlich höher als bei den drei Vergleichsgeräten. Im Leerlauf messen wir einen durchschnittlichen Energiebedarf von 9,4 Watt. Im Vergleich dazu begnügt sich das Lenovo Yoga 3 14 mit nur 5,5 Watt. Unter Last steigt der Bedarf an Energie auf maximal 47,2 Watt. Auch hier macht das Lenovo Yoga 3 14 mit 40,4 Watt eine deutlich bessere Figur. Das Netzteil des Yoga 710 kann maximal 65 Watt bereitstellen. Somit bleibt trotz dem relativ hohen Stromverbrauch noch Luft, um das Gerät selbst unter Last noch Laden zu können.
Bei der Akkulaufzeit stellt das Yoga 710 die Konkurrenz in den Schatten. Zurückzuführen ist dies natürlich auch auf den teilweise deutlich größeren Akku. Lenovo stattete unser Testgerät mit einem Lithium-Ionen-Akku aus, welcher eine Kapazität von 53 Wh bietet. Unter Last reicht eine Akkuladung für eine Laufzeit von 2:27h. Beim Wlan-Test, welcher deutlich praxisnäher ist, muss das Yoga 710 erst nach 7:13h wieder an das Stromnetz. Die Laufzeiten sind gut und bei einer moderaten Nutzung reicht eine Akkuladung locker für einen Tag aus.
Lenovo präsentiert mit dem Yoga 710-14ISK ein ausdauerndes Convertible im 14-Zoll-Format. Unser Testgerät wechselt derzeitig für rund 1.000 Euro den Besitzer. Dafür bekommt der Kunde ein schickes Gerät, welches auf Grund des Aluminium-Designs sehr hochwertig wirkt. Ausgestattet mit einem Intel Core i5-6200U, 8-GB-DDR4-RAM und einer Nvidia GeForce 940MX bietet es eine solide Leistung. Gut gefallen hat uns auch die SSD von Samsung. Die 256 GB sind für die wichtigsten Anwendungen ausreichend. Die dedizierte GPU bietet genügend Leistung, um das eine oder andere Spiel zum Zeitvertreib zu spielen.

Das Lenovo Yoga 710-14ISK ist uns auf Grund des schlichten, eleganten und doch sehr stabilen Gehäuses gut in Erinnerung geblieben. Es überzeugt mit einer ansprechenden Optik. Leistungstechnisch orientiert sich das Convertible am Durchschnitt. Beim Energieverbrauch könnte der Hersteller in Zukunft aber etwas nachbessern. Akku HP COMPAQ nx7400 .

Gefallen haben uns die guten Eingabegeräte, das Display, welches eine gute Blickwinkelstabilität aufweist, und die gute Verarbeitungsqualität. Auch die Materialwahl überzeugte, und Fingerabdrücke sind nicht übermäßig erkennbar. Abschließend können wir festhalten, dass Käufer mit dem Lenovo Yoga 710 ein solides Convertible erhalten, was für den täglichen Einsatz gut geeignet ist.