Dell verbessert die Leistung und Ausdauer der neuen Latitude E5000-Modelle und erschafft dadurch einen erfolgreichen Mitarbeiter für die Business-Welt. Dank einer vorbildlichen Akkulaufzeit übersteht das neue Latitude selbst die längsten Arbeitstage.
Ein Notebook mit einer optimalen Leistung für Business-Anwender. Mit diesen Worten stellt Dell die neuen Modelle der Latitude 14-5000-Serie vor. Neben einer Reihe von Sicherheitsfeatures nutzen die aufgefrischten Produkte nun Intels neuste Skylake-Generation. Je nach Ausstattung listet Dell einen Grundpreis zwischen 915 Euro und 1.285 Euro. Stolze zwölf verschiedene Modelle des neuen Latitude E5470 stehen vor der eigentlichen Konfiguration bereit. In unserem Testexemplar arbeiten ein Intel Core i5-6300U, ein 8 GB großer DDR4 Arbeitsspeicher und eine 256 GB SSD. Damit gehört es zu den Spitzenmodellen und wird derzeit mit 1.250 Euro gehandelt.

Besonders interessant sind die Unterschiede zur älteren Haswell-Generation, weshalb wir das Dell Latitude E5450 und das eine Preisklasse tiefer angesiedelte Dell Latitude 3450 in unseren Test mit einfließen lassen wollen. Als weitere Konkurrenzmodelle können wir Produkte wie das Lenovo ThinkPad T460s oder das HP EliteBook 840 G2 nennen. Auch das neue HP EliteBook 840 G3 wird zur Zeit von uns getestet und gesellt sich ebenfalls in diese Vergleichsrunde.
Der Hersteller bleibt seiner gewohnten Linie treu und umrahmt das neue Latitude mit einem mattschwarzen Kunststoffgehäuse. Die dunkelsilbernen Scharniere zieren zusätzlich die Rückseite des Gehäuses. Insgesamt macht das Gehäuse einen schlichten und sehr edlen Eindruck. Die Verarbeitung des Gehäuses ist zufriedenstellend. Alle Ecken und Kanten sind sauber abgerundet worden, was letztendlich zu einer sehr guten Haptik führt. Bei genauerer Tuchfühlung können wir keine überstehenden Kunststoffelemente oder gröbere Verarbeitungsschwächen entdecken. Bis auf den leicht eindrückbaren Displayrücken, macht das Latitude einen sehr soliden Eindruck. Die Displayscharniere sind deutlich breiter als die von den Konkurrenzprodukten aus dem Hause Lenovo. In unserem Werkszustand besitzen diese eine ideale Festigkeit, wodurch das Display beim Aufklappen nicht nachwippt. Spezielle Zertifizierungen nach militärischen Standards, wie sie bei manch anderen Geräten beworben werden, besitzt das 14-Zoll-Business-Gerät jedoch nicht.

Auf der Unterseite lassen sich weder Wartungsklappen, noch ein einfacher Zugang zum Akku entdecken. Um Reparaturarbeiten zu tätigen, muss also die komplette Bodeneinheit geöffnet werden.

Das Gewicht (1.828 g) ist im Vergleich zum Vorgänger (1.968 g) bei unserer Konfiguration um 140 g gesunken. Die Bauhöhe ist allerdings bei rund 23 mm gleichgeblieben. Insgesamt verzeichnen wir in Sachen Optik und Gehäuseeigenschaften nur geringe Unterschiede zum Vorgänger.
Bei der Positionierungsstrategie bleibt sich der Hersteller treu und verbaut an fast allen Seiten recht ausgeklügelt alle Ports. Auf der Rückseite finden wir die stationären Verbindungen (Ethernet, VGA-HDMI-Ausgang, 1 x USB 3.0, Netzanschluss). Dadurch wird die Arbeitsfläche nicht eingeschränkt. Für eine Maus, oder flüchtige Peripherie, dienen jeweils ein USB-Anschluss auf der linken und rechten Seite. Zu den Besonderheiten des Business-Notebooks gehören ein Smart-Card-Reader, ein NFC-Lesegerät, ein Fingerabdrucklesegerät und ein SIM-Slot (WWAN-Modul nachrüstbar und nicht inkludiert). Da kein Mini DisplayPort zur Verfügung steht, lässt sich kein 4k-Display mit einer Bildwiederholungsfrequenz von 60 Hz ansteuern.

Um die Geschwindigkeit des SD-Kartenlesegerätes zu messen, kopieren wir auf eine Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II rund 300 jpg-Bilder mit jeweils einer Größe von 5 MB. Die Übertragungsraten liegen bei sehr guten 151 MB/s. Der AS SSD-Benchmark gibt für den Kartenslot sequentielle Leseraten von 202,95 MB/s und Schreibraten von 117,16 MB/s an. 
Gleich mehrere Wege führen zu einer Verbindung in das World Wide Web. Für die drahtlose Kommunikation dient ein Intel Dual Band Wireless-AC 8260-Modul. Optional ist ein Slot für ein WWAN-Modul verbaut worden. Der Aufpreis für das Qualcomm Snapdragon X7-LTE beträgt 87 Euro. Die WLAN-Datenübertragung mittels des AC 8260 Moduls kann hierbei bis zu 867 Mbps (Brutto) erreichen. Für die drahtgebundene Verbindung verbaut der Hersteller ein Intel Ethernet Connection I219-LM-Modul mit einer maximalen Durchsatzrate von 1 Gbps.

In einem vom Autor ausgebauten Szenario soll die Geschwindigkeit der Module in einer praxisnahen Situation gemessen werden. Hierbei verwenden wir eine Fritz!Box 7490, die sich ein Stockwerk (3-4 m Luftlinie) unterhalb des Testgerätes befindet. Die 5-GB-Datei befindet sich auf einer WD My Cloud und wird über die beiden Kommunikationsmodule übertragen. Unser Testgerät erreicht eine WLAN-Übertragungsrate von 66,2 MB/s und eine Ethernet-Übertragung von 105 MB/s. Ein Apple iMac 21,5 (2014) erreicht im WLAN-Test rund 68 MB/s.

Als nennenswerte Option ist noch das Intel Tri-Band Wireless-AC 18260 WiGig zu erwähnen. Diese WLAN-Karte kann derzeit allerdings noch nicht in der Konfiguration ausgewählt werden. Die Besonderheit: Ab Winter 2016 wird es speziell für dieses Modul einen Dell Wireless Dock geben. 
Gleich mehrere Sicherheitsfeatures bringt Dell in seinem neuen Business-Gerät unter. In unserer Testversion ist ein optional erhältliches Fingerabdrucklesegerät, ein TPM 2.0-Chip, ein Kesington-Lock, sowie ein Smart-Card-Reader und ein NFC-Modul (FIPS 140-2 Level 3) verbaut. Eine Besonderheit: Dell verbaut einen Touch-Sensor für das Fingerabdrucklesegerät, was eine schnellere Erkennung ermöglicht.

Des Weiteren bietet der Hersteller viele softwareseitige Sicherheitslösungen, wie Computrace und Produkte der DDP (Dells Data Protecton) an. Details finden sich auf der zugehörigen Produktseite.

Das inkludierte Zubehör umfasst nur eine Kurzanleitung sowie eine Treiber- und Utility-CD. Bei Business-Geräten ist besonders die Docking-Lösung von Interesse. Allerdings wird derzeit leider keine spezielle Dockingstation für diese Reihe angeboten. Anzunehmen ist, dass die Dockingvariante des Vorgängers unterstützt wird. Für das Dell Latitude E5450 kann ein E/Port-Replikator II für einen Aufpreis von 250 Euro erworben werden. Dieser erweitert die Anzahl der Anschlüsse um schon vorhandene Standardschnittstellen (USB 3.0-Ports,Ethernet-Anschluss,…) und speziellere Anschlüsse (serielle, parallele, PS/2). Weitere Details finden sich auf der jeweiligen Produktseite. 
Wie schon kurz angedeutet, werden keine Reparaturklappen auf der Unterseite angebracht. Auch der Akku lässt sich nicht ohne tieferes Eingreifen austauschen. Die Bodeneinheit hingegen kann durch das Lösen von acht Schrauben entfernt werden. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Die kleinen Klickverschlüsse aus Plastik können bei grober Abnahme abbrechen. Aus diesem Grund sollten eher geübte Hände Reparaturmaßnahmen vornehmen.

Nach Abnahme der Kunststoffeinheit ist der Zugang zum Arbeits- und Festspeicher, den drahtlosen Kommunikationsmodulen, dem Akku und dem Lüfter möglich.

Die Aufrüstung des Arbeitsspeichers kann einfach erfolgen, da nur einer der beiden Arbeitsspeicher-Slots belegt ist. Ein WWAN-Modul kann ebenfalls ohne Probleme verbaut werden. Die parallele Nutzung einer 2,5-Zoll-Festplatte und einer schmalen M.2-SSD funktioniert nicht. Akku für Asus A32-N50 .

Dell gewährt eine einjährige Garantie inklusive ProSupport und Vor-Ort-Service und einen dreijährigen Basisservice. Eine Erweiterung des ProSupports ist auf drei Jahre (120 Euro) und vier Jahre (192 Euro) möglich. Alternativ steht der ProSupport Plus bereit. Dieser umfasst zusätzliche Leistungen, wie eine Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft und Reparatur bei versehentlichen Beschädigungen. Dieser Service lässt sich für ein (30 Euro), drei (180 Euro) oder vier (270 Euro) Jahre anschließen. Ein Unfallschutz wird für ein Jahr angeboten und kostet 29 Euro.
Dell verwendet in seiner neuen Latitude-Reihe eine mattschwarze Chiclet-Tastatur inklusive zweistufiger Hintergundbeleuchtung. Bis auf die F-Tasten und Sondertasten sind alle Tasten gleich groß. Die Tastenbreite ist allerdings rund 1 mm kleiner als bei einem aktuellen Apple MacBook Pro Retina. Bei der Verarbeitung und der Festigkeit können wir keine Mängel feststellen.

Die einzelnen Tasten sind etwas nach innen gewölbt, was zu einem besseren Schreibkomfort führt. Der Hub ist ziemlich weich und könnte noch einen Hauch länger sein, da sich schnellere Eingaben etwas schwammig anfühlen. Insgesamt werden sich 10-Finger-Schreiblinge dennoch gut mit der Tastatur zurechtfinden. Das Anschlagsgeräusch ist insgesamt als eher dumpf zu bezeichnen.
Das mit 10 x 5,4 cm ausreichend groß dimensionierte Touchpad ist leicht nach außen gewölbt, was sich zunächst etwas ungewöhnlich anfühlt. Die Festigkeit der Touch-Einheit hinterlässt jedoch einen sehr soliden Eindruck. Die etwas raue Oberflächenstruktur sorgt für präzise Eingaben. Selbst Bewegungen in den Ecken werden ohne Probleme erkannt. Multitouch-Gesten stellen ebenfalls kein Hindernis dar und verlaufen stets flüssig. Unterhalb der Touch-Einheit befinden sich Maustasten, welche einen langen und weichen Hub aufweisen. Die Tasten sind leicht gummiert und erzeugen ein kaum hörbares Klickgeräusch.

Als zweite Maus-Eingabe verbaut der Hersteller einen TrackPoint. Dieser erfüllt seinen Zweck als Mauseingabe recht ordentlich. Dennoch gefallen uns die TrackPoints aus dem Hause Lenovo, wie bei einem Lenovo ThinkPad T460s, in Sachen Grip und Eingabegenauigkeit etwas besser. Oberhalb des Touchpads sind separat drei Tasten angebracht. Diese Maustasten besitzen zwar einen angenehmen, weichen Hub, geben aber im Gegensatz zu den Tasten des Touchpads etwas lautere Geräusche von sich. 
Gleich vier verschiedene Display-Varianten benennt der Hersteller im zugehörigen Datenblatt. Zwei davon stehen allerdings aktuell nur im deutschen Shop zur Verfügung. In unserer Konfiguration des Latitude E5470 wird ein mit 1.366 x 768 Pixel auflösendes TN-Panel verbaut. Dies stellt die günstigste Lösung dar. Als Alternative lässt sich ein helleres Full-HD-Display auswählen. Die günstigste Konfiguration mit einem Full-HD-Display beträgt 1.130 Euro. Es bleibt zu hoffen, dass das im Datenblatt gelistete Full-HD-Touch-Display mit Corning Gorilla Glass auch zukünftig in Deutschland angeboten wird.

Unser Display besitzt neben seiner HD-Auflösung eine durchschnittliche Helligkeit von 207 cd/m². In unserem Test des Vorgängers durften wir das hochauflösendere Full-HD-IPS-Display der letzten Generation testen, das eine um 50 cd/m² bessere Helligkeit besaß.
Der Kontrast überzeugt mit 332:1 nicht. Schwarztöne wirken nicht satt und eher grau. Der subjektive Blick auf das Display lässt schon einen Blaustich vermuten, welchen die CalMAN-Analyse bestätigt. Die Abweichungen der Farben sind mit deltaE-Werten von über 10 ziemlich hoch, was aber bei einem TN-Panel nicht verwunderlich ist. Abhilfe verschafft eine Kalibrierung, welche die deltaE-Abweichungen der Grayscale auf 1,07 und der Farben auf 2,79 minimiert.

Die für den professionellen Grafiker wichtigen Farbraumabdeckungen sind im sRGB-Raum (60,4 %) und im AdobeRGB-Raum (38,4 %) deutlich zu gering.
Das matte Display kann in Räumen den meisten direkten Lichtquellen trotzen. Im Außenbereich genügt die Helligkeit nicht, um direkte Sonneneinstrahlungen zu kompensieren. Auch bei indirekter Sonneneinstrahlung wirkt das Display eher düster. Empfehlenswert sind schattige Orte, an denen das Notebook beinahe ohne Einschränkungen genutzt werden kann.
Dell verbaut in unserem Testmodell ein blickwinkelschwaches TN-Panel. Aus diesem Grund werden Farben und Helligkeiten bei Neigungen und Kippbewegungen deutlich verfälscht. Durch den großen Öffnungswinkel von 180° kann das Display allerdings meistens so justiert werden, dass das Bild klar erscheint. Es besteht auch die Option, ein blickwinkelstabiles IPS-Panel zu erwerben. 
Mit unserer gewählten Konfiguration zählt unser Testgerät zu der potentesten Versionen dieser Reihe. Mit Intel i5-Prozessor, 8 GB DDR-4-Arbeitsspeicher und einer 256 GB großen SSD soll ein reaktionsschneller Arbeitsablauf im betrieblichen Alltag gewährleistet werden. Selbst für anspruchsvollere Software stehen Leistungsreserven bereit. Leider arbeitet der Arbeitsspeicher nur im Single-Channel. Da ein weiterer RAM-Slot verfügbar ist, kann diese Erweiterung noch einmal einen Leistungsschub (speziell für die GPU) hervorbringen.

Wer das Gerät ausschließlich als Schreibknecht nutzen möchte, der erhält für 915 Euro ein Modell mit Intel Core i3-Prozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und eine 500 GB Magnetfestplatte.

Außerdem bleibt abzuwarten, ob die im US-Datenblatt geführten Intel Core i7-Prozessoren in Zukunft auch in Deutschland verfügbar sind (Intel Core i7 U- und H-Prozessoren).
In unserem Testgerät kommt ein Intel Core i5-6300U zum Einsatz. Die eingesetzte Recheneinheit verwendet zwei Kerne mit jeweils einer Taktrate von 2,4 GHz. Mittels TurboBoost können Frequenzen von bis zu 3 GHz (2 Kerne: max. 2,9 GHz) erzielt werden. Um die Leistung des Prozessors zu messen, ziehen wir den Cinebench R15 zur Seite. Während des Testlaufes fällt positiv auf, dass permanent mit vollem Boost-Takt von 2,9 GHz gearbeitet wird. Selbst nach mehreren Anläufen unterschreitet die CPU diesen Takt nicht. Mit einer Multi-Core-Punktzahl von 311 liegt es auf gleicher Höhe mit anderen Notebooks, die die gleiche CPU verwenden.

Laut des Cinebenchs R15 kann im Akku-Betrieb die gleiche Leistung abgerufen werden. Weitere Vergleiche zu dem eingesetzten Prozessor finden sich unserer Benchmarkliste der aktuellen Notebook Prozessoren. Akku für Asus A32-M50 .

Als reaktionsschnell und arbeitsfreudig lässt sich die Leistung des 14 Zoll großen Testnotebooks zusammenfassen. Die schnelle SSD und der Intel Core i5-Prozessor sorgen für ein rundes Gesamtbild. Dieses subjektive Empfinden bestätigt ebenfalls der PCMark 7. Mit über 5.100 Punkten schneidet die aktuelle Version besser als der Vorgänger ab. Nur das mit stärkerer Intel Core i7-6600U ausgestattete Lenovo ThinkPad T460s liegt gleichauf mit unserem Business-Kandidaten.
In der uns vorliegenden Version des Dell Latitude E5470 findet eine 256-GB-SSD aus dem Hause Liteon ihren Platz. Der im M.2-Format verbaute Festspeicher ist über SATA (6 Gb/s) verbunden. Die Alternativen wären eine 500-GB-Magnetfestplatte (7.200 RPM) und eine kleinere 128 GB SSD.

Die eingesetzte SSD schneidet in den sequentiellen Lese- und Schreibvorgängen besser als der im Vorgänger verbaute 128 GB-Festspeicher ab. Allerdings liegen die 4K-64Thrd-Werte deutlich unter denen des Latitude E5450, weshalb die Gesamtbewertung im AS SSD-Benchmark schlechter ausfällt.

Dank einer schnellen PCIe-Verbindung übertrumpft das Lenovo ThinkPad T460s alle Konkurrenten. Die sequentiellen Leseraten liegen bei 2.040 MB/s und die sequentiellen Schreibraten bei 1.407 MB/s. Die erzielte Gesamtpunktzahl des AS SSD-Benchmarks beträgt stolze 2.439 Punkte.
Das Business-Notebook ist zwar nicht für die Spielewelt geschaffen, aber einige ältere Spieleklassiker werden eine flüssige Bildrate ermöglichen. Neuere Spiele hingegen sind, falls überhaupt, nur bei minimalen Einstellungen spielbar. Wer sich nicht vollständig der Spielewelt entziehen möchte, kann mehr Performance durch einen im Dual-Channel arbeitenden Arbeitsspeicher erreichen. Im Spiel BioShock Infinite erzielt unser Testkandidat mit 36 fps (minimale Einstellungen) rund 20 % mehr Bilder die Sekunde als das Vorgängermodell. Das ThinkPad T460s kann dank des Dual-Channel-Betriebs mehr als 55 fps erzielen.

Welche Spiele noch mit der eingesetzten Grafikkarte spielbar sind, finden sich in unserem Artikel der Spieleleistung aktueller Notebook Grafikkarten.
Weder im Idle noch unter Last erreicht unser Testgerät einen unangenehmen Geräuschpegel. Ganz im Gegenteil: Das Dell Latitude E5470 zeichnet sich durch eine äußerst leise Hitzeabtragung aus. Selbst während unserer Benchmarks dauert es eine Weile bis der Lüfter anspringt. Während unseres Stresstests halten wir eine maximale Lautstärke von knapp 37 dB(A) fest.
Die Oberflächentemperaturen auf der Unter- und Oberseite bleiben im Idle stets unter 30 °C. Erst unter Last-Bedingungen können wir einen Anstieg auf bis zu 41 °C festhalten. Wie schon bei dem Latitude E5450 entsteht der Großteil der Hitze auf der linken Seite. Konkurrenz-Notebooks wie die Lenovo ThinkPad T460s-Reihe schneiden ähnlich ab.

Wir wollen als nächstes bei solch einem Auslastungszustand einen Blick auf die Kerntemperaturen der CPU werfen. Mittels den Programmen FurMark und Prime95 rufen wir solch ein Stressszenario hervor. Schon nach einigen Minuten unterschreitet der Prozessor seinen Grundtakt um 200 MHz. Eher selten wird eine Taktfrequenz von rund 2 GHz erreicht. Nach einiger Zeit pendelt sich die Taktfrequenz bei 2,2 GHz (Basistakt 2,4 GHz) und die Core-Temperaturen bei 65 °C ein. Beim damaligen Latitude 5450 wurde nach einer Stunde Laufzeit sogar nur noch mit 1,1 GHz (Basistakt 2 Ghz) gerechnet. Wie beim alten Modell erzielt das Testgerät im 3DMark 11 nach Beendigung des Szenarios eine gleiche Punktzahl, wie unter einem Kaltstart.
Die eingesetzten Lautsprecher können eine ordentliche Geräuschkulisse erzeugen. Das Klangspektrum beinhaltet viele Mitten. An Bässen und etwas Präsenz fehlt es, was allerdings auch nicht weiter tragisch ist. Für einige YouTube-Videos, oder Skype-Konferenzen genügen die eingesetzten Lautsprecher.
Der Idle-Verbrauch fällt (auch bedingt durch das einfach Display) mit 3,5 – 6 W äußerst gering aus. Zum Vergleich benötigte das letzte Latitude E5450 zwischen 4,5 – 9,6 W. Unter Last hingegen benötigt unser Testkandidat mit bis zu 36,6 W (nach kurzer Zeit abfallend auf rund 30 W) rund 3 W mehr als der Vorgänger. Gleichauf mit unserem Testgerät liegt das mit Broadwell-Architektur ausgestattete HP EliteBook 840 G2. Eine deutlich potentere CPU und Grafikkarte fordern bei dem ThinkPad T460p ihren Tribut in der maximalen Leistungsaufnahme. Bis zu 66,7 W verlangte das 1.400 Euro teure Business-Gerät aus dem Hause Lenovo. Auch die leistungsstärkste Version der ThinkPad T460s-Serie benötigt aufgrund einer angepassten Prozessor-TDP (25 statt 15 Watt) rund 10 W mehr.

Bei unserem Testgerät wurde ein Netzteil mit 90 W mitgeliefert, Seriengeräten soll dagegen ein 65-Watt-Adapter beiliegen. 
Der Hersteller spendiert dem neuen Latitude 5470 einen 62-Wh-Akku. Zum Vergleich: Die Kapazität des Latitude 5450 betrug nur 51 Wh. Welche Auswirkungen dies auf die Laufzeit hat, wollen wir anhand drei Testszenarien schildern.

Zunächst wollen wir die maximal zu erreichende Akkulaufzeit feststellen. Hierzu stellen wir die Helligkeit auf ein Minimum und simulieren das Lesen von Texten. Erst nach knapp 21 h und 44 min muss das Testgerät in den Ruhezustand schalten und übertrifft damit deutlich die 13 h und 14 min des Latitude E5450 und die 14 h des Lenovo ThinkPad T460s.

Auch im praxisnahen WLAN-Test trumpft das Testgerät mit rund 11 h auf und übersteht ohne Probleme selbst einen längeren Arbeitstag. Das Dell Latitude E5450 (6,5 h), das Lenovo ThinkPad T460s (5,5 h) und das HP EliteBook 840 G2 (7 h) können mit diesen Laufzeiten nicht mithalten.

Mittels des BatteryEaters messen wir zuletzt noch die minimal zu erwartende Akkulaufzeit bei maximaler Displayhelligkeit. Hier muss das Testgerät schon nach 3 h seinen Betrieb beenden. Aber auch an dieser Stelle reicht das Durchhaltevermögen der Konkurrenz nicht aus, um bessere Ergebnisse zu erzeugen. Das ThinkPad T460s erzielt aufgrund seiner stärkeren Hardware nur eine Stunde. An zweiter Stelle steht wieder der Vorgänger mit 2h und 12 min.
Dells neues Latitude der E5000-Reihe schlägt sich in unserem Testverfahren durchgängig sehr solide. Angefangen bei den äußeren Eigenschaften, erweckt es einen robusten und edlen Eindruck.

Verarbeitungsschwächen gab es kaum. In Zukunft wären Wartungsklappen oder wenigstens ein herausnehmbarer Akku gern gesehene Neuerungen.

Wohl einer der wichtigsten Eckpunkte stellen die Eingabegeräte dar. Die Tastatur fühlt sich zwar sehr gut an, könnte aber einen festeren Hub aufweisen. Der einzige echte Knackpunkt unseres Modells ist das eher düstere und blickwinkelschwache TN-Panel. Immerhin lässt sich optional ein helleres Full-HD-Display auswählen. Ein besseres Display wird die Wertung insgesamt noch etwas nach oben treiben. Hinsichtlich der Leistung erweckt das Latitude ein rundes Gesamtbild. Weiterhin messen wir einen deutlichen Leistungszuwachs zur letzten Generation. Unser Testgerät zeigt sich auch bei der Lüfterlautstärke von seiner besten Seite und punktet durch eine gute Lüftercharakteristik und Lautstärke. Am meisten gefiel uns die lange Akkulaufzeit. Im mobilen Einsatz kann das Testgerät mehr als einen Arbeitstag ohne einen Stromanschluss auskommen.

Dell kreiert mit dem Latitude E5470 ein gelungenes Notebook der Business-Mittelklasse. Wer allerdings eine reine Schreibmaschine für den Office-Betrieb benötigt, sollte externe Eingabegeräte hinzuziehen. Akku für Asus A32-N61 .

Wer einen hohen Wert auf ein hochauflösendes Display und eine schnelle PCIe 3.0-SSD-Verbindung legt, sollte einen Blick auf das Lenovo ThinkPad T460s werfen. Das neue HP Elitebook 840 G3 dürfte durch die Skylake-Generation ebenfalls interessant werden. Dennoch sollte angemerkt sein, dass sich der Preis des neuen Latitude E5470 unterhalb der Konkurrenz ansiedelt.