Man stecke eine brandneue Nvidia Geforce GTX 1060 in ein bestehendes, kleinformatiges Design und schon erhält man wie von selbst eines der schnellsten 14-Zoll-Notebooks am Markt. Dem immensen Leistungszuwachs im GS43VR stehen allerdings Abstriche bei den Emissionen gegenüber.

Gaming-Notebooks werden immer beliebter. Das gilt besonders für 15- und 17-Zoll-Geräte. Dagegen ist das 14-Zoll-Segment immer noch ziemlich klein und bietet nur eine beschränkte Auswahl. MSI gehört zu den ersten Herstellern, die ihr 14-Zoll-Angebot aktualisieren. Dabei wird das GS40 durch das GS43VR ersetzt, um mit der übrigen VR Ready G Series Familie konform zu gehen.

Anders als beim Sprung von GS70 auf GS73VR oder GT72 auf GT73VR handelt es sich beim GS43VR nur um eine Aktualisierung des Innenlebens von der GTX 970M im GS40 auf Pascal. Bildschirm, Chassis, Prozessor und Tastatur wurden beibehalten. Daher empfehlen wir die Lektüre unseres früheren Testberichts zum GS40, da das Meiste davon auch auf das GS43VR zutrifft.

Wir haben die GTX 1060 bereits in Aktion gesehen und sie hat sich als leistungsstärker als die GTX 980M erwiesen. In diesem Testbericht-Update überprüfen wir, wie gut diese GPU in einem noch kleineren Formfaktor als beim GS73VR arbeitet und ob Temperaturen und Geräuschemissionen sich vom GS40 unterscheiden. Das GS43VR ist aktuell ab knapp unter 1.500 US-Dollar erhältlich bzw. ab rund 1.799 Euro in Deutschland. Die hierzulande angebotene Variante unterscheidet sich ausschließlich bei der Größe des Arbeitsspeichers (16 GB) sowie bei der eingesetzten Massenspeicher (1 TB HDD + 256 GB SSD). Abgesehen von den Speicherbenchmarks sind keine nennenswerten Unterschiede der beiden Varianten zu erwarten.

Wir haben das Gehäuse bereits in unserem früheren Testbericht zum GS40 ausführlich beschrieben. Insgesamt ist das Gerät ausgezeichnet verarbeitet. Unbeabsichtigte Spalten oder Knarren beim Hantieren mit dem Gerät konnten wir nicht beobachten. Der Bildschirmdeckel profitiert von der kleineren Bildschirmgröße und gibt im zentralen Bereich weniger nach. Druckeinwirkung im zentralen Tastaturbereich und an den Handballenablagen bewirkt nur ein geringes Nachgeben in nicht besorgniserregendem Ausmaß, da bereits die Basiseinheit sehr verwindungsfest ist. Weiterhin bleibt der Bildschirmdeckel der schwächste Teil des Notebooks, da er sich von beiden Ecken aus leicht verwindet - sogar im Vergleich im anderen 14-Zoll-Gaming-Notebooks wie dem Razer Blade 14. Der innere Kunststoffrahmen wirkt zudem billiger als die attraktiveren, gebürsteten Aluminium-Oberflächen an der Außenseite des Bildschirmdeckels und den Handballenablagen.

In puncto Größe und Gewicht ist das MSI nicht deutlich schwerer oder leichter als konkurrierende 14-Zoll-Gaming-Notebooks, da diese durchschnittlich knapp bei der 2-kg-Marke liegen. Insgesamt ist es trotzdem etwas größer als seine engsten Konkurrenten etwa das Gigabyte P34W, Alienware 13 und Razer Blade 14. Das kann auf den vergleichsweise breiteren Bildschirmrahmen des GS43VR zurückgeführt werden, welcher gemessen von der Bildschirmkante bis zur Außenkante des Bildschirmdeckels zirka 1,6 cm misst.

Auch bei den verfügbaren Schnittstellen gibt es keine Aktualisierungen oder Veränderungen gegenüber dem GS40. Der sehr wichtige USB-Type-C-Port mit Thunderbolt 3 bleibt. Allerdings wurde der breite HDMI-Port ziemlich weit vorne positioniert, womit am Schreibtisch viel wertvoller Platz belegt werden kann. Dafür sind alle Schnittstellen leicht zugänglich und erreichbar.Toshiba PA3588U-1BRS Akku . 

Der Kartenleser ist mit Leseraten von nur 26 MB/s laut AS SSD mit unserer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II Testkarte langsam. Dagegen liefert der Kartenleser des GT72VR Leseraten von über 180 MB/s. Das Übertragen von Bilddateien mit insgesamt 1 GB vom Kartenleser auf den Desktop braucht zirka 45 Sekunden.

Die Dual-Band Killer 1535 M.2 WiFi-Karte bietet MU-MIMO, DoubleShot Pro und Bluetooth 4.1 mit einem theoretischen Maximum-Durchsatz von 867 Mbps. Unsere Jperf-Tests und Einstellungen unten liefern sehr stabile Transferraten und einen realistischen Durchsatz von zirka 511 MB/s in ein Meter Abstand von unserem Linksys EA8500 Testrouter.

An Extras werden ein Reinigungstuch und, wie üblich, Kurzanleitung und Garantiekarte mitgeliefert. Gehäuse-Covers und anderes Markenzubehör für die G-Serie werden extra verkauft. Zum Anschluss von externen 4K-Lösungen und Dockingstationen empfehlen wir die Vorteile des Thunderbolt-3-Ports zu nutzen.

Die Unterseite kann sehr leicht mit nur einem einzigen Kreuzschlitzschraubendreher entfernt werden. Leider wird mit dem Entfernen der Unterseite unweigerlich das Garantiesiegel zerstört - genauso wie zuvor beim GS40. Das ist enttäuschend, da die Kernkomponenten einschließlich der M.2 SSD, des 2,5-Zoll-SATA-Laufwerks und beider RAM-Module einfach austauschbar sind. Man beachte, dass sich das M.2 WLAN-Modul unter den GPU-Heatpipes befindet, womit sich ein Tausch oder ein Upgrade dieses etwas schwieriger gestaltet. Sowohl CPU als auch GPU sind wie erwartet verlötet.

In Deutschland wird das MSI GS43VR mit den üblichen 24 Monaten Herstellergarantie angeboten (Pickup&Return-Service).
Das GS43VR nutzt die gleiche SteelSeries-Tastatur (28,0 x 10,5 cm) und das gleiche rot-umrandete Touchpad (10,5 x 7,0 cm) wie das GS40. Die früheren Kommentare treffen also auch hier zu. Das heißt, dass die Tasten der Tastatur einen langen Hubweg bieten, das Feedback aber aufgrund der flexiblen umgebenden Oberfläche etwas gedämpft wird. Beim Tippen gibt die Basiseinheit minimal nach, wodurch sich der Anschlag weicher anfühlt als er tatsächlich ist. Auf lange Sicht stellt dies kein Problem dar, da sich User an das Tippgefühl gewöhnen werden. Allerdings sind wir etwas enttäuscht, dass MSI die Tastatur nicht mit durchscheinenden, weißen Kanten und RGB-Optionen wie bei den größeren und hochwertigeren GS/GT Serien, versehen hat.

Mit dem integrierten Touchpad hatten wir keine Probleme, da es reaktionsfreudig und zuverlässig auf einfache Cursor-Bewegungen sowie Multi-Touch-Input reagiert. Die integrierten Clickpad-Tasten haben einen seichten Hubweg. Deshalb ist es für unser Gefühl leichter stattdessen direkt auf die Oberfläche zu tippen. Die Kraft, die für einen Klick benötigt wird, erschwert lange Nutzung ohne externer Maus.

MSI hat das 1080p IPS-Panel mit dem GS43VR nicht aktualisiert und nutzt das gleiche LG Philips LP140WF3-SPD1 Panel als das auslaufende GS40. Das ist nicht unbedingt schlecht, da wir es als gute Lösung für ein 14-Zoll-Notebook empfunden haben, obgleich optionales 2K oder 3K oder sogar 120 Hz/5 wie bei MSIs 17-Zoll großen VR-Ready-Systemen schön gewesen wären. Unsere Bildschirm- und Helligkeitsmessungen liegen mit Ausnahme eines niedrigeren Kontrasts von zirka 500:1 nahe bei den Ergebnissen des älteren GS40. Das helle, matte Panel ist sehr klar mit nur minimaler Körnigkeit, wenn man es aus der Nähe betrachtet.

Unser Testgerät zeigt ein leichtes bis mäßiges Backlight-Bleeding (Lichthöfe) an der unteren, rechten Ecke und der oberen Kante, das nur bei schwach beleuchteten Szenen oder Filmen mit schwarzen Rändern erkennbar ist.Toshiba PA5024U-1BRS Akku .

Mit 86 Prozent vom sRGB-Standard ist die Farbabdeckung hoch. Größere Gaming-Notebooks bieten eher Panels mit 95 Prozent oder sogar vollständiger sRGB-Abdeckung. Allerdings hat der größere Farbraum wenig Einfluss auf Gaming, sondern ist eher für Digital-Künstler interessant.

Anders als unser GS40-Testgerät benötigt unser GS43VR keine weitere Kalibrierung, denn Graustufen und Farben sind bereits im Auslieferungszustand genau. Wegen der unvollständigen sRGB-Abdeckung werden Farben trotzdem mit steigender Sättigung ungenauer.

Wie von einem IPS-Panel zu erwarten sind die Blickwinkel ausgezeichnet. Zudem sind 280 cd/m² Helligkeit, die kleine Bildschirmgröße und eine matte Oberfläche ein gute Kombination für gute Lesbarkeit bei Außeneinsätzen im Schatten. Die Scharniere können auf zirka 140 Grad geöffnet werden, um Blendungen an bedeckten oder sonnigen Tagen zu verringern. Extreme Blickwinkel sollten vermieden werden, da sich die wahrgenommene Helligkeit verringert.

Abgesehen vom GPU-Update von Maxwell auf Pascal bleiben die Kernkomponenten wie beim GS40. Daher wird das GS43VR mit der gleichen Core i7-6700HQ CPU und RAM-Optionen bis zu 32 GB DDR4 ausgeliefert. Es ist erwähnenswert, dass das GS43VR die gleiche CPU nutzt wie die meisten größeren Gaming-Notebooks. Daher müssen User nicht notwendigerweise zugunsten eines kleineren Formfaktors auf CPU-Leistung verzichten. Wie wir in den nächsten Abschnitten im Detail ausführen werden, haben wir für die i7-6700HQ im GS43VR niedrigere Turbo-Boost-Taktraten aufgezeichnet.

Noch immer wird Optimus zur automatischen Grafikumschaltung auf die integrierte HD Graphics 530 unterstützt, wenn dies zweckmäßig ist. Daher ist G-Sync in dieser Serie nicht verfügbar.
Die Skylake i7-6700HQ ist in neueren Gaming-Laptops sehr weit verbreitet und laut unserer Datenbank bringt sie eine minimal bessere CPU-Leistung als die Broadwell Core i7-5700HQ. Laut CineBench ist der Prozessor im GS43VR etwas langsamer als erwartet, da er den maximalenn Turbo Boost von 3,1 bis 3,5 GHz unter extremer Last nicht beibehalten kann. Unter Prime95-Last ist reproduzierbar, dass die maximale Turbo-Boost-Taktrate nur temporär verfügbar ist. Die i7-6700K der Desktop-Klasse bietet eine 30% Leistungssteigerung bei Single- sowie Multi-Thread-Last.

Für weitere technische Details und Benchmarkvergleiche verweisen wir auf unsere Spezial-Seite zum Core i7-6700HQ.Die PCMark-Benchmarks zeigen, dass das MSI in der gleichen Liga spielt wie konkurrierende 14-Zoll-Gaming-Notebooks. Wiederkehrende Hardware- oder Softwareprobleme traten während des Testzeitraums nicht auf. Allerdings gab es einen Windows-Absturz, den wir jedoch nicht reproduzieren konnten, und das System braucht für die Rückkehr aus dem Sleep-Modus manchmal länger als üblich. 
Zwei erreichbare Speicherschächte stehen zur Verfügung (M.2 und 2.5-Zoll SATA III), allerdings ohne RAID-Optionen. Jedoch insbesondere der M.2-Slot unterstützt NVMe SSDs für schnellere Übertragungsraten. Unser Testgerät ist mit einer 1 TB SanDisk SD8SN8U1T001122 M.2 SATA SSD und einer sekundären 2 TB Seagate ST2000LM003 HN-M201RAD 2.5-Zoll HDD für zusätzlichen Speicher ausgestattet.

Laut AS SSD und CDM sind die Übertragungsraten unserer SanDisk SSD sogar für ein durch ein SATA-III-Controller beschränktes Laufwerk durchschnittlich. Wir haben sequentielle Lese- und Schreibraten von 335 bzw 299 MB/s aufgezeichnet, während die Lite-On SSD in unserem älteren Razer Blade 14 497 MB/s bzw. 419 MB/s erreicht. Andere 14-Zoll-Gaming-Systeme mit NVMe SSDs übertreffen unsere SanDisk mit Leichtigkeit. Indes ist die sekundäre 5400 RPM Seagate HDD mit durchschnittlichen Übertragungsraten von knapp über 60 MB/s ziemlich langsam. Die meisten mechanischen Laufwerke erreichen durchschnittlich über 80 Mb/s und 7200 RPM Laufwerke liegen noch näher bei 100 MB/s.Toshiba PA5076U-1BRS Akku .

Auch nach Veröffentlichung von wenigstens einem Dutzend Gaming-Notebooks mit der neuen Generation an Nvidia GPUs können wir nicht aufhören, Pascal zu loben. Die 3DMark Benchmarks reihen die GTX 1060 in puncto reiner Grafikleistung gut zwischen der GTX 980M und der Notebook-Variante der GTX 980 ein. Ein Aktualisierung von der GTX 960M der vorigen Generation auf die GTX 1060 bringt Usern einen Leistungsgewinnn von zirka 150 bis 200 Prozent, während ein Sprung von der GTX 970M im älteren GS40 die Leistung um zirka 60 Prozent erhöht.

Für weitere technische Informationen und Benchmarks verweisen wir auf unseren Überblick über die neue Pascal-Serie.Fast alle getesteten Spiele laufen mit 1080p60 bei maximalen Grafikeinstellungen, während die GTX 960M oder GTX 970M der vorigen Generation eher für 1080p30 Gaming bei mittleren bis ultra Einstellungen geeignet war. Die GTX 1060 ist als ausgewogene Karte für begeisterte 1080p-Gamer gedacht. Daher kann eine Kombination aus einer GTX 1070 oder 1080 mit einem 60 Hz 1080p Bildschirm sogar für die jüngsten Titel als übertrieben erachtet werden.Für weitere Vergleiche und Gaming-Benchmarks verweisen wir auf unsere GPU-Spezialseite zur GTX 1060.

Wir setzen das System einem extremen Last-Niveau aus, um auf mögliches Throttling oder Stabilitätsprobleme zu testen. Unter Prime95-Last pendelt sich die CPU-Taktrate im 2,8 bis 2,9 GHz Bereich und die Kerntemperatur bei 76 °C ein. Man beachte, dass für die CPU selbst eine maximale Multi-Thread-Taktrate von 3,1 GHz spezifiziert ist. Daher kann das GS43VR seinen maximalen CPU-Turbo-Boost nicht aufrechterhalten. Läuft FurMark, erreicht die GPU eine maximale Kerntemperatur von 80 °C und werden Prime95 und FurMark gleichzeitig ausgeführt, erhöht sich die Temperatur beider Kerne auf 88 °C. Wie erwartet wird die GPU nur leicht gedrosselt, doch die CPU bleibt immer etwas über ihrem Basis-Takt.

Unigine Valley ist für Gaming-Last repräsentativer. Sowohl CPU als auch GPU können ihre jeweiligen Boost-Taktraten beibehalten. Die CPU- und die GPU-Temperaturen stabilisieren sich dabei bei zirka 70 bzw. 80 °C. Für jene, die Desktop-Setups gewöhnt sind, sind das wärme Temperaturen, doch der hohe 70- bis 80-Grad-Bereich ist für kleine und super-schlanke Gaming-Notebooks normal. Größere Gaming-Systeme, die leistungsstärkere Kühlsysteme bieten, wie das GT72VR oder ROG G752VS bleiben im Betrieb kühler. Trotzdem brauchen sich User nicht über CPU- oder GPU-Throttling sorgen, wenn sie das 14 Zoll große MSI für Gaming nutzen.

Im Akkubetrieb wird die GPU-Leistung gedrosselt, während die CPU ziemlich unbeeinträchtigt bleibt. Ein 3DMark-11-Lauf auf Akku liefert Physics- und Graphics-Ergebnisse von 8231 bzw. 5661 Punkten, während das Gerät im Netzbetrieb 8509 bzw. 14977 Punkte erreicht.

Die Kühl-Lösung wurde vom GS40-Vorgänger unverändert übernommen und besteht aus zwei ~45 mm Lüftern und fünf Heatpipes über CPU, GPU und VRAM-Modulen. Wie beim GT72VR laufen die Lüfter unabhängig von einander mit jeweils eigenen Einstellungen, die via Dragon Center Utility angepasst werden können.

Unabhängig von Last oder Systemeinstellungen ist der CPU-Lüfter bei GS43VR immer aktiv. Der GPU-Lüfter wechselt dagegen immer wieder zwischen inaktiv und aktiv. Daher liegt das Lüftergeräusch insgesamt bei niedriger Last im 32 bis 33,5 dB(A) Bereich. Wählt man High-Performance und Verwendung der dGPU pulsiert das System öfter. Insgesamt ist das Lüftergeräusch zwar hörbar, aber glücklicherweise nicht laut genau, um in Büro oder Klassenräumen ein Problem zu sein. Wir empfehlen für den Einsatz in geräuschempfindlichen Umgebungen die niedrigsten Leistungseinstellungen.Toshiba PA3817U-1BRS Akku .

Gaming-Last erhöht das Lüftergeräusch deutlich auf stabile 50 dB(A). Bei Gaming ohne Kopfhörer ist dies unangenehm laut und lauter als viele andere super-schlanke Gaming-Notebooks wie die Tabelle unten zeigt. Games, in denen Schritte oder Umgebungsgeräusche für den Spielablauf wichtig sind, wie MGS V, können schwierig zu spielen sein. Der Unterschied im Lüftergeräusch zwischen Gaming und maximaler Last mit Prime95 und FurMark beträgt nur 1 bis 2 dB(A). Damit laufen die Lüfter bereits beim Gaming nahezu mit ihrer maximalen Geschwindigkeit.

Die Oberflächentemperaturen sind im Idle-Betrieb auf beiden Seiten kühl mit einigen warmen Bereichen an der Unterseite. Besonders die Oberfläche nahe bei den Speichergeräten, RAM und Prozessoren kann sogar bei sehr niedriger Last 37 °C warm werden.

Die enge Lage der Heatpipes und Prozessor im mittleren, hinteren Teil des Gerätes führt zu einem sehr hohen Temperaturunterschied bei hoher und extremer Last. Wir konnten maximale Oberflächentemperaturen von hohen 56 °C an der Oberseite und 63 °C an der Unterseite aufzeichnen. Glücklicherweise befinden sich diese Bereiche oberhalb der obersten Tastenreihe bzw. an der Rückseite des Notebooks, sodass die Hitze aus den vorderen Quadraten abgezogen wird. Der Temperaturunterschied verhält sich wie eine punktförmige Quelle. Daher ist der zentrale Tastaturbereich beim Gaming viel wärmer als die linke und rechte Seite.

Verglichen mit anderen 14-Zoll-Gaming-Notebooks erwärmen sich das ältere GS40 und das Gigabyte P34W unter extremer Last etwas mehr, während das Aorus X3 Plus v5 mit unter 50 °C im wärmsten Teil viel kühler bleibt.

Die nach vorne gerichteten 2 W Stereo-Lautsprecher sind ausreichend laut und liefern eine akzeptable Soundqualität für ihre kleine Größe. Das Fehlen eines eigenständigen Subwoofers fällt bei Musikwiedergabe auf und unsere Mikrofon-Messungen zeigen zwei ausgeprägte Spitzen, die auf einen unausgewogenen Klang hinweisen.

Wie bei den größeren Geschwister der G-Serie sind im GS43VR der gleiche Sabre-Audio-DAC zur Unterstützung hochwertiger externer Studio-Kopfhörer oder -Lautsprecher verbaut - ein Merkmal, das bei Geräten mit dieser Bildschirmgröße ungewöhnlich ist.

Das GS43VR braucht im Idle-Betrieb mit Stromsparprofil nur knapp über 12 W und 19 W im Idle-Betrieb mit High-Performance-Profil und maximaler Bildschirmhelligkeit. Gaming benötigt zirka 107 Watt, was ungefähr mit dem 17-Zoll großen Acer Predator 17 mit GTX 980M Grafikkarte vergleichbar ist. Unser Testgerät scheint unter hoher Last etwas stromfressender zu sein als das GS40.

Laufen Prime95 und FurMark gleichzeitig, wenn das Gerät über den Stromadapter (~16 x 7,5 x 3 cm) mit einer Nennkapazität von 180 W ans Stromnetz angeschlossen ist, kann man einen maximalen Stromverbrauch von nur 160 W messen. Der Spielraum von 10 Watt ist zufriedenstellend, jedoch gering.

Die Laufzeiten sind nicht deutlich besser oder schlechter als beim auslaufenden GS40 und spielen unter gleichen WLAN-Bedingungen in der gleichen Liga wie andere 14-Zoll-Gaming-Notebooks. Daher können sich User vom GS43VR zirka 4,5 Stunden realistischer Verwendung erwarten. Im Idle-Betrieb bei minimaler Helligkeit kann das System mit 9 Stunden überraschend lange durchhalten. Daher können User mit sehr konservativen Leistungseinstellungen die Akkulaufzeit um einiges verlängern.

Wir kamen zu dem Schluss, dass das GS40 ein "guter Kompromiss aus Leistung und kompakten Dimensionen" ist, doch die Einführung von Pascal bedeutet nun, dass User für einen kleineren Formfaktor nicht mehr so große Leistungseinbußen hinnehmen müssen. Die Vorstellung, dass Gaming bei maximalen 1080p60 Einstellungen in einem 14-Zoll-Gerät möglich wäre, galt bis vor kurzem als verrückt. Doch nun halten wir ein Notebook mit im wahrsten Sinne der halben Größe von konventionellen Gaming-Notebooks mit Maxwell-Grafik in der Hand, dessen Grafikleistung die GTX 980M übertrifft.

Nachteile sind bei kleinen und schlanken Formfaktoren weiterhin üblich: lautes Lüftergeräusch, weniger Features, höhere Betriebstemperaturen. Diesbezüglich bringt das GS43VR keine deutlichen Verbesserungen gegenüber dem GS40, da es weder deutlich kühler, leiser oder sogar länger als das Vorgängermodell läuft. Tatsächlich zeigen unsere Messungen, dass das GS43VR unter Gaming-Last bei GPU-Temperaturen im niedrigen 80-°C-Bereich genauso laut, wenn nicht lauter ist. Toshiba Satellite L750 Akku .

Das GS43VR ist nur empfehlenswert, wenn Ihnen Portabilität wichtiger als alles andere ist. Ansonsten sind größere und stärkere Systeme wie das GT72VR oder GE62VR mit der gleichen CPU sowohl robuster als auch leiser und bieten bei gleichem Preisniveau mehr Features.